Mit dem warmen Wetter steigen die Müllberge

Hagen. (anna) Die ersten warmen Tage im Jahr haben die Hagener in die Parks und auf Spielplätze gelockt. Das Ergebnis: Überall blieben Einweggrills, Flaschen und Plastikmüll liegen.

Vor zwei Wochen hat es noch geschneit, am vergangenen Wochenende war dann plötzlich der Sommer da. Nachdem sich die Hagener monatelang lieber daheim verkrochen hatten, lockte das Kaiserwetter in den vergangenen Tagen viele Menschen ins Freie. Und was darf da natürlich nicht fehlen? Grill und Picknick.

Wer grillt, produziert Abfall. Und den scheinen viele Hagener einfach achtlos liegen zu lassen. Temperaturen über 20 Grad und schon sind Parks und Plätze zugemüllt. Denn solche Örtlichkeiten werden bei warmem Wetter zu geselligen Treffpunkten für diejenigen, die keinen Garten zur Verfügung haben.

Nicht jeder entsorgt dann aber seinen Abfall so, wie sich das gehört. Lieber bürdet man den Müll der Allgemeinheit auf. Als würde der HEB „von Geisterhand“ finanziert.

„Ich schäme mich“

Die Hagenerin Sarah Sondermann war am Wochenende mit auswärtigen Freunden in der Volmestadt unterwegs. Ihre Route durch den Hameckepark vorbei am Ischelandteich und an Kinderspielplätzen war mit Müllbergen gepflastert. „Ich habe mich echt geschämt“, beschreibt die junge Frau ihre Gefühle bei diesem Müllspaziergang.

„Warum nehmen die Menschen ihren Abfall nicht einfach mit nach Hause und entsorgen ihn im Restmüll, vor allem, wenn die Papierkörbe schon überquellen?“ fragt sie. Vielleicht weil viel zu häufig ein altes Schiller-Zitat gilt: „Verstand ist nur bei wenigen.“