Hagen. (AnS/Red.) In Hagen dürfen bei den Basketballern die Sektkorken schon einmal knallen: Der Einzug in die Playoffs ist für die Feuervögel geschafft. Zwei Spieltage vor Ende hat Phoenix einen Platz unter den ersten Acht in der Zweiten Basketballbundesliga ProA sicher.

15 Siege und 13 Niederlagen stehen auf dem Konto der Hagener, das bedeutet zur Zeit Platz sieben in der Tabelle. Jetzt warten nur noch die Baunach Young Pikes und die Rheinstars Köln.

Den Grundstein gelegt hat Phoe­nix mit dem Sieg gegen die Kirchheim Knights am Samstag in der heimischen Ischelandhalle. 96:71 stand es am Ende gegen den direkten Konkurrenten, den die Feuervögel weitestgehend unter Kontrolle hatten. So freute sich Trainer Kevin Magdowski: „Der Ball ist bei uns gut zirkuliert, bis auf eine kleine Phase Anfang der zweiten Halbzeit. Alle Beteiligten haben dann guten Basketballsport gezeigt.“

Der Teamgeist begeisterte die Zuschauer, die in der ersten Saison nach dem finanziellen Desaster wieder Vertrauen zum Verein und Team gefasst haben. Gerade mit Nachrücker David Godbold hat der Verein ein Näschen bewiesen und auch Youngster Marco Hollersbacher steigert sich von Spiel zu Spiel.

Alle Trainer bleiben

Da ist es eine logische Konsequenz, dass Phoenix bereits jetzt die Weichen für die Zukunft stellt: Alle Trainer bleiben dem Club für die Saison 2018/2019 erhalten. Inhaltlich haben sich einige Optimierungen ergeben.

Kai Schulze war mit dem Wunsch auf Phoenix Hagen zugekommen, seinen Fokus in Zukunft perspektivisch auf die Jugendarbeit legen zu dürfen. Eine Absicht, die beide Seiten bereits zu seiner Einstellung im Sommer 2017 in Betracht gezogen haben. Er wird unbefristet als Jugendkoordinator und zugleich NBBL-Headcoach tätig sein. Damit wird nicht nur die Schnittstelle zwischen Jugend und Profis hochwertig besetzt, sondern auch die strategisch wichtige Position im Gesamtkonzept.

Nolte wird Cheftrainer

Alex Nolte wird in der kommenden Spielzeit nicht nur JBBL-­Cheftrainer sein, sondern auch Co-Trainer in der ProA werden. Damit vertraut Phoenix seinem Trainer-Eigen­gewächs noch mehr Verantwortung im Profibereich an.

Um der Doppelbelastung, bestehend aus dem Coaching der EN Baskets Schwelm in der ProB und des NBBL-Teams von Phoenix Hagen Herr zu werden, wird Falk Möller Phoenix als Co-Trainer für die NBBL erhalten bleiben und sich zudem auf das Individualtraining mit den Jugendspielern der JBBL konzentrieren.

Erfreulich für den Verein ist die Verlängerung von „Mini-Trainer“ Jan-Eric Keysers. Er hat genau wie Kai Schulze, einen unbefristeten Vertrag bei Phoe­nix unterschrieben, um langfristige Kinder- und Jugendprojekte wie die Grundschulliga, Schul-AGs, Camps und auch die „kinder+sport“- Basketball-Academy zukunftsweisend zu betreuen.

Planungssicherheit

Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel: „Uns war wichtig, früh Klarheit für alle Beteilig­ten zu schaffen, damit jeder ProA- und Nachwuchsspieler weiß, wer der zukünftige Ansprechpartner ist. Durch die Umstrukturierungen im Profiteam im Frühjahr 2017 und dem großen Verlust von Matthias Grothe als Nachwuchsmentor lief die Saison im Jugendbereich für uns selbst nicht durchgängig zufriedenstellend. Jetzt haben wir Planungssicherheit und können uns bestmöglich auf die neue Saison vorbereiten.“

Baumann bleibt auch

Auch Javon Baumann bleibt Phoenix treu. Im Mai 2017 holte Matthias Grothe den damals 24-jährigen Javon Baumann als ersten externen deutschen Spieler nach Hagen. Als „echter“ Center, der an seiner vorherigen Station, der St. Jospehs University, weniger als Punktegarant, umso mehr jedoch als starker Defensivspieler bekannt war, sollte er den Phoenix-Kader bereichern. Durch seine Physis sollte dem 2,03 Meter großen und 115 Kilo schweren Center in Hagen jedoch auch offensiv eine Rolle eingeräumt werden.

Diese Aufgabe nahm Javon stets ernst und begeisterte Zuschauer und Trainer durch „Monsterblocks“ und machte sich mit seinen Dunkings schnell einen Namen unter den ProA-Körben.

Umso glücklicher sind Verantwortliche und Trainer von Phoenix Hagen nun, dass Baumann am Montag, 19. März, einen Anschlussvertrag unterschrieben hat.