Mit ruhiger Hand ins Ziel

Hagen. (AnS) Eine runde Scheibe, jede Menge kleiner Pfeile sowie eine gute Portion Geschicklichkeit und Treffsicherheit – mehr braucht es nicht zum Dartspiel. Der typische Kneipensport, ursprünglich in England und Frankreich beheimatet, hat auch in Hagen viele Anhänger. „Die Volmestadt gehört mit zu den dartstärksten Citys“, weiß Sascha Wittenstein, der seit neun Jahren diesem Hobby frönt.

Freuten sich über ihren Pokalsieg: Das Team der „Black Dragons“ mit Sascha Wittenstein, Christian Schäfer, Stefan Beck, Sven Pätzold, Janine Müller, Carina Schneider und Anne Wipplinger. (Foto: privat)

Den Anfang machte bei ihm vor neun Jahren – wie bei so vielen – ein Besuch in einer Gaststätte. Das Spiel machte Spaß und „dann bin ich dabei geblieben“. Mittlerweile hängt ein Dart-Automat in seiner Küche und fast täglich wird trainiert. Mal alleine, mal mit seiner Mannschaft, den „Black Dragons“. Und mit seinen Team-Kollegen und -Kolleginnen wurde er erst kürzlich Pokalsieger in der C- und B-Liga.

102 Mannschaften beherbergt die Hagener Dart-Liga, drei der Teams spielen sogar in der Bundesliga. 14 Spieltage sind pro Saison angesetzt, bei der um jeden Punkt rund um die Mitte namens „Single Bull“ und „Bull’s Eye“ gekämpft wird!

Pfeil mit Flügel

Der Sport an sich wird oft unterschätzt, hat Sascha Wittenstein erlebt. „Pfeile werfen kann jeder, aber man muss bestimmte Zahlen treffen, das ist durchaus schwierig.“ Zittern ist verboten: Eine ruhige Hand ist nötig, Konzentration im richtigen Augenblick und ein richtiges Gefühl für den Pfeil, der geschickt in die in 20 Segmente unterteilte Dartscheibe geworfen werden muss. Auch bei den Pfeilen gibt es Unterschiede in Gewicht, Material und Aussehen. Üblich sind 18 Gramm schwere Pfeile, die aus einer Spitze, einem Schaft und einem Flügel bestehen, die den Dart auf Kurs halten. Die Spitzen bestehen meist aus Edelstahl oder Kunststoff.

Mehrere Spielvarianten machen den Sport abwechslungsreich. „Dart ist gar nicht so schwer“, erklärt Sascha Wittenstein. Denn der Dart-Automat, der meist die einfache Scheibe längst abgelöst hat, gibt die Zahlen vor.

Geselliger Sport

Neben dem Sport steht vor allen Dingen die Geselligkeit im Vordergrund: Gemeinsam trainieren und auf Wettkämpfe fahren, nebenbei ein Pläuschchen halten und das eine oder andere Bierchen trinken. Das hat Tradition: Denn das Geschicklichkeitsspiel durfte einst in Großbritannien nur in den dortigen Pubs gespielt werden.

Vier Turniere im Einzel hat der Eilper Wittenstein gewonnen, der Pokal mit den „Black Dragons“ kam jetzt dazu. Dass sie mittlerweile ihre Freundinnen mit der Dart-Leidenschaft angesteckt haben, freut den 31-Jährigen. „Unsere Teamkolleginnen hatten sogar so viel Spaß am Spiel, dass sie kürzlich ihre eigene Mannschaft gründeten.“

Meister gesucht

Zur Zeit hat die Dart-Liga allerdings Pause. Als nächstes stehen die Hagener Stadtmeisterschaften auf dem Programm: Vom 9. bis zum 11. September 2011 wird im Vereinsheim Boelerheide, Overbergstraße, gedartet. Unterteilt in A-Bezirksbundesliga (freitags ab 19 Uhr), C-/B-Liga (samstags ab 14 Uhr) und offenen Disziplinen am Sonntag suchen die Volmestädter ihren Dartmeister im Einzel und Doppel.

Die Black Dragons indes sind auf der Suche nach einem Sponsor, der ihr Hobby finanziell unterstützt. Interessierte können sich per E-Mail melden: blackdragonshagen@freenet.de.