„Mummpitz“-Ensemble zieht alle Register

Eine Badewanne spielt im neuen Mummpitz-Stück „Hexenschuss oder der Bandscheiben-Vorfall“ eine ganz besondere Rolle. In fünf Aufführungen möchte das Hohenlimburger Ensemble sein Publikum ab nächstem Samstag im Werkhof zu Lachstürmen hinreißen. (Foto: privat)

Hohenlimburg. (Red.) „Die Armaturen sehen klasse aus“, findet Heiko Wetzel, und er muss es wissen. Schließlich soll mit dem Wasserhahn „seine“ Badewanne veredelt werden, in der er sich über weite Strecken des neuen „Mummpitz“-Stückes aufhält, und somit hat sein Wort besonderes Gewicht. Doch das beliebte Hohenlimburger Amateur-Ensemble bringt nicht etwa Loriots „Zwei Herren im Bad“ auf die Bühnenbretter: „Hexenschuss oder der Bandscheiben-Vorfall“ heißt der neueste Hit der Erfolgstruppe, der am kommenden Samstag, 19. Januar, 20 Uhr, im Werkhof Hohenlimburg Premiere feiert.

Das Theater Mummpitz feiert am Samstag, 19. Januar 2013, mit dem Stück „Hexenschuss oder der Bandscheiben-Vorfall“ im Hohenlimburger Werkhof Premiere. (Foto: privat)

Boulevardkomödien sind das Markenzeichen des Amateurtheaters „Mummpitz“, das im kommenden Jahr bereits seit einem Vierteljahrhundert besteht und seither eine fünfstellige Besucherzahl am Fuße des Schlossbergs unterhalten hat. „Klar, wir haben auch schon Krimis und andere Stücke gespielt, aber wenn wir uns auf den Boulevard begeben, rast in aller Regel die Hütte“, sagt Gründungsmitglied Andrea Plum: „Und auch wir Schauspieler sind dann voll in unserem Element.“

Es ist die sichtbare Spielfreude der Darsteller, die auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Gründung der Truppe immer noch eins zu eins auf das Publikum überspringt und für einen ganz besonderen Charme bei den Aufführungen sorgt. Dazu kommt, dass die zehn Mitglieder bei der Auswahl ihrer Stücke höchste Sorgfalt an den Tag legen. „In diesem Jahr haben wir bestimmt 20 verschiedene Komödien seziert, bis wir uns für den Hexenschuss von John Graham entschieden haben“, berichtet Nicole Köhler, die als blinde Klavierstimmerin für eine ganz besondere Note sorgen wird, von den frühen Vorbereitungen.

Der Inhalt von „Hexenschuss“ verspricht in der Tat reihenweise Turbulenzen: Die junge, attraktive Sally Hills lässt sich auf eine Affäre mit dem TV-Moderator Peter Raven ein, um einen Auftritt in seiner Sendung zu ergattern. Als ihr Ehemann Leonard als Flugkapitän unterwegs ist, scheint die Gelegenheit günstig für das erste „Schäferstündchen“, doch Peter ereilt in Sallys Badewanne ein schlimmer Hexenschuss! Er kann sich nicht mehr bewegen und muss doch so dringend zu einer wichtigen Konferenz in den Sender!

Außerdem kehrt Sallys Ehemann unerwartet zurück, und in der Wohnung wimmelt es plötzlich von lauter Menschen: Eine blinde Klavierstimmerin ist nie um einen Spruch verlegen, der Notarzt gibt sein Bestes, eine Stewardess sucht einen gewissen Roger, und der PR-Manager des Fernsehsenders sucht Peter Raven!

Ob am Ende alle fündig werden, können die Besucher an fünf Aufführungsabenden mit verfolgen. „Was man über fast jede Komödie gerne sagt, trifft hier wirklich zu: Sie ist turbulent, brüllend komisch und steckt voller Überraschungen“, freut sich Hauptdarsteller Roman Wissenbach, der gemeinsam mit seiner „Sally“ alias Melanie Buxhoidt ein nicht immer harmonisches Paar verkörpert. Außerdem sind Arnd Naber als umtriebiger TV-Manager und Frank Schmidt als philosophierender Doktor zu sehen.

Karten für die Aufführungen, die am Samstag., 19. Januar, 20 Uhr; Freitag, 25. Januar, 20 Uhr, Sonntag, 27. Januar, 18 Uhr, Freitag., 1. Februar, 20 Uhr; und Samstag, 2. Februar 2013, 20 Uhr, stattfinden, gibt es zum Preis von zehn Euro (ermäßigt sechs Euro) unter anderem im Werkhof Kulturzentrum, Herrenstraße 17 in Hohenlimburg, beim wochenkurier, Frankfurter Straße 90 in 58089 Hagen, sowie unter Tel. 02334 / 929190. Mit etwas Glück sind jeweils auch noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich.