Museen „wandern“ von Huyeng zu Kaufmann

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Hagen. (ME) Wenn der Rat der Stadt Hagen im März zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt, dürfen sich die Politiker auch mit einem Vorschlag von Oberbürgermeister Erik O. Schulz beschäftigen, der die Aufgabenverteilung der Beigeordneten betrifft.

OB Schulz möchte die Dezernate „ein bisschen“ verändern – in enger Übereinstimmung mit allen vier Beigeordneten, wie er betont.

Das, was Schulz vorhat, ist durchaus vernünftig und entspricht überdies „den fachlichen Stärken der Betroffenen“, so der OB.

Das zeigt sich am besten bei Margarita Kaufmann. Die Beigeordnete ist bislang nicht nur für Bildung und Jugend/Soziales zuständig, sondern auch für das Umweltamt. Das klingt wenig logisch. Noch deutlicher zeigen sich die Ungereimtheiten, wenn man weiß, dass Dezernentin Kaufmann zwar im Fachbereich „Bildung“ im ganz erheblichen Umfang für kulturelle Belange (VHS, Musikschule, Stadtbücherei) verantwortlich zeichnet, sie aber für die Museen wiederum nicht zuständig ist. Denn diese Sparte ist aktuell bei Thomas Huyeng angesiedelt.

Sollte sich OB Schulz mit seinen Vorschlägen im Rat durchsetzen (womit derzeit gerechnet werden kann), „wandert“ der Fachbereich Kultur zu Margarita Kaufmann, während das Umweltamt unter die „Herrschaft“ von Thomas Huyeng gerät. Das macht ebenfalls Sinn. Denn im Umweltamt sind mehrere Sonderordnungsbehörden untergebracht – zum Beispiel die Untere Wasserbehörde.

Da Huyeng bereits die Feuerwehr, das Ordnungsamt und den Verbraucherschutz beaufsichtigt, ist die Zusammenfassung aller für die Umwelt verantwortlichen Behörden die richtige Konsequenz.

Das Servicezentrum Sport – bislang ebenfalls bei Margarita Kaufmann angesiedelt – soll in das Dezernat des Technischen Beigeordneten Thomas Grothe wechseln, ebenso der Fachbereich „Gebäudewirtschaft Hagen“. Die GWH war in der Vergangenheit ausgegliedert.

Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann wird sich ab Mai als Vorsitzender des Verwaltungsrats verstärkt um die Belange des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) kümmern.

Neue Stadtkanzlei beim OB

Und im Dezernat des Oberbürgermeisters selbst soll es eine neue „Stadtkanzlei“ geben. In dieser „Stadtkanzlei“ werden – als „Schnittstelle“ – alle Bereiche gebündelt, die mit Repräsentation, Gremienbetreuung (Politik), Bürgerbeteiligung, Wahlen und Statistik zu tun haben.

Im März will der OB diesen Vorschlag dem Rat unterbreiten – die Neuverteilung soll ab dem 1. Mai in Kraft treten.