Nach Brand: EWG half rasch und unbürokratisch

Vater T. (r.) ist froh: Die EWG mit Michael Henseler (l.) und Jessica Bätge hat ihm und seiner Familie nach dem Brand in der Reichsbahnstraße rasch geholfen. (Foto: EWG)

Hagen. (ME/Red.) „Das war ein riesiger Schock, als am 18. Mai unser Haus in der Reichsbahnstraße gebrannt hat“, berichtet Vater T., der mit Frau Kerstin und zwei kleinen Kindern (8 und 10 Jahre alt) dort viele Jahre gewohnt hat. „Plötzlich hatten wir keine Wohnung mehr.“

Der Brandort hielt über Stunden rund 150 Einsatzkräfte in Atem – zumal es hier streng genommen sogar zwei Brände gab, der erste brach im 2. Obergeschoss aus, der zweite wenige Stunden später im Dachgeschoss. Der mutmaßliche Brandstifter kam in Untersuchungshaft. Schon einige Wochen zuvor stand das Haus im Fokus – wegen einer Messerstecherei. Auch die Stadt Hagen hatte wenige Tage vor dem Feuer in dem Haus nach dem Rechten geschaut und Kritik am Zustand geäußert.

Oft unbeachtet

Solche Brände werden in den Medien und bei den Nachbarn kurzfristig zum Thema, rücken dann aber meist schnell wieder in den Hintergrund. Was in solchen Fällen häufig kaum beachtet wird, ist das Schicksal der Betroffenen.

Für diese ist es mehr als eine Eilmeldung. Sie verlieren Hab und Gut, es geht womöglich um die Existenz und vor allem um das „Zuhause“, also um das persönliche Umfeld mit allem Hab und Gut. Im Fall des abgebrannten Hauses in der Reichsbahnstraße gab es jedoch zumindest für die Vorhaller Familie T. rasch ein „happy end“.

Unbürokratische Hilfe

„Wir haben uns gefreut, dass wir der Familie schnell mit einer Wohnung weiterhelfen konnten und die vier Familienmitglieder bereits in ihr neues Zuhause eingezogen sind“, berichtet Vermieterin Jessica Bätge von der EWG (Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft). Das Unternehmen, das seine Wurzeln in Vorhalle hat, half insbesondere auch unbürokratisch. „Anträge, Formulare, Mietvertrag usw. – das ging alles fix“, berichtet Kerstin T.

Die EWG zeigte zudem ein Herz für die besondere Lage der vierköpfigen Familie und so bekam diese zum Einzug noch jeweils einen Gutschein über 100 Euro von Ernstings Family sowie vom Bauhaus via EWG überreicht, um wenigstens ein paar dringend benötigte Utensilien anschaffen zu können.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagt EWG-Vorstand Michael Henseler, „dass wir hier sofort etwas tun konnten und sich die Mitarbeiter um die Familie gekümmert haben.“ Ein neues Zuhause für Eltern und Kinder fand die EWG in der Nähe der bisherigen Unterkunft, so dass den Sprösslingen auch das soziale Umfeld erhalten bleibt.

Für die Zukunft wünschen EWG-Mitarbeiter und -Vorstand der Familie „alles Gute und dass sich diese in ihrem neuen Zuhause wohl fühlt“.