Nadelöhr Voerder Straße: Manchmal wird‘s brenzlig

Haspe. (san) Sie ist eine wichtige Verbindung für Menschen aus Ennepetal und vom Hasper Stadtrand, um in die Hagener City zu kommen. Aber sie ist auch die Verkehrsader für die vielen Gewerbetreibenden bis in den EN-Kreis – die Voerder Straße in Haspe.

Seit längerem schon staut es sich, wenn sich nur zwei LKW oder Busse zwischen dem alt­ehrwürdigen Reidemeisterhaus und der Bushaltestelle an der Köckingstraße entgegenkommen. Und das geschieht oft.

Grund des Engpasses ist das Parken der Anwohner zum einen vor den Häusern Nummer 56 bis 62 in Fahrtrichtung Hasperbach. Hier stehen die Autos vor dem mit Metallbügeln versperrten Bürgersteig. Auf der gegen­überliegenden Seite wird von Haus Nummer 67 bis 73 vor dem hochgezogenen Bordstein geparkt.

Auf Beschwerde reagiert

Da es aufgrund abgestellter Anhänger mit Überbreite bereits im vergangenen Dezember Beschwerden beim Ordnungsamt gab, ist nun eine Beschilderung erfolgt, die das Parken lediglich noch für PKW gestattet.

Nur sehr knapp passen dort zwei schmale PKW aneinander vorbei. Trifft man im Gegenverkehr auf einen breiten Van oder gar Laster, muss erst einer den anderen passieren lassen, um selbst durchzufahren. Gar nichts geht mehr, treffen zwei Laster bzw. Busse aufeinander.

Stress-Situation

„Die Situation ist ein Ärgernis und erfordert eine erhöhte Aufmerksamkeit unserer Busfahrer,“ weiß Sabine Nölke, Sprecherin der Verkehrsbetriebe Ennepe-Ruhr (VER).

Mit den Buslinien 511 und 529 befahren sie das Nadelöhr. „Für unsere Fahrer bedeutet dieser Streckenabschnitt Stress in puncto Sicherheit.“ Nicht selten muss hier Millimeterarbeit beim Rangieren geleistet werden.

„Wir haben schon häufig Beschwerden von Fahrern unserer Zulieferer und Spediteure gehört, auch unsere eigenen Fahrer schimpfen,“ heißt es aus dem Haus der Firma Emil Erdmann. Neben Erdmann werden auch die Unternehmen Ferdinand Bilstein in Ennepetal, die Verzinkerei Pfingsten sowie Luhn & Pulvermacher und Dittmann & Neuhaus aus beiden Richtungen von mindestens 7,5-Tonnern und schwereren Vehikeln angefahren.

Aber auch unmittelbar vor dem Engpass befinden sich Handwerksbetriebe mit eben nicht schmalen Lieferwagen. Die Mitarbeiter der Glaserei Schmidt und der Tischlerei Petry rücken ebenfalls mehrmals täglich aus und werden von großen LKW beliefert. „Wir klappen regelmäßig den Außenspiegel ein, um an dem Parkverkehr vorbeizukommen,“ äußert Tischlermeister Thomas Pölzl seinen Unmut.

Noch ein Engpass

Wer aus Richtung Ennepetal die Voerder Straße nach Haspe befährt, der hat seit geraumer Zeit schon vor dieser Stauzone mit „Wildparkern“ zu tun. Obwohl unmittelbar vor der Einmündung in die Siedlung „Am Andreasberg“ ebenfalls Metallbügel das Parken auf dem Bürgersteig verhindern sollen, stellen die Anwohner aufgrund des Parkdrucks regelmäßig ihre Fahrzeuge vor dem Bordstein ab. Auch an dieser Stelle müssen LKW und Busse erst den Gegenverkehr passieren lassen.

Es sei wünschenswert, wenn sich die Engpass-Situation ändere, so VER-Sprecherin Nölke – und spricht damit für die vielen täglichen Nutzer dieser Verkehrsachse.