Neu in Hagen: Kunstwerke zum Ausleihen

Gemeinsam mit drei weiteren Künstlern aus Hagen und Umgebung eröffneten sie am Freitag

Gemeinsam mit drei weiteren Künstlern aus Hagen und Umgebung eröffneten sie am Freitag, 3. März, die „Artothek“ in Hagen, ein Treffpunkt, an dem Kunstinteressierte sich Werke der Künstler ausleihen und mit ihnen in den Dialog gehen können. (Foto: Lara Zei

Hagen. (lz) Kunst ansehen und ausleihen? Ist so etwas überhaupt möglich? Ja, ist es. Und zwar seit Freitag in der Eppenhauser Straße 99. Dort haben sechs Künstlerinnen und Künstler am Freitag, 3. März, ihre Gemeinschaftsausstellung eröffnet.
Der Treffpunkt für Kunstinteressierte und Künstler nennt sich „Artothek“ und bietet eine Plattform, um sich direkt mit dem Kunstschaffenden auseinanderzusetzen und sich, wenn ein Werk besonders gefällt, dieses erst einmal für maximal 90 Tage auszuleihen. Nach Ablauf dieser Frist kann das Werk auf Wunsch gekauft und damit endgültig der heimischen Kunstsammlung einverleibt werden – oder man lässt es.
Vielfältige Kunst
Auf über 170 Quadratmetern stellen Günter Blanck, Michaela Döpper, P. Paulhagen, Dietmar Scholz, Birgit A. Janz und Rita Weychert nicht nur ihre Kunstwerke aus, sondern bieten außerdem Raum für Gespräche. Sie sind hier, um über ihre Kunst zu reden, sich auszutauschen und am Ende ihre Werke in die fürsorglichen Hände von Kunstliebhabern abzugeben.
Gesponserte Räume
„Die Räume sponsert die Physiotherapie Grobe, die hier zuvor ansässig war“, erzählt P. Paulhagen. „Das ist wirklich eine tolle ­Geste, die wir sehr zu schätzen wissen.“
Im Eingangsbereich hängen Porträtkunstgemälde von Michaela Döpper. Die gelernte Maskenbildnerin zeigt hier realistische Malereien berühmter Ikonen ebenso wie ein Bild, das ganz nah an ihren Arbeitsalltag im Musical „Starlight Express“ gekoppelt ist.
Günter Blanck hingegen, dessen Werke man im hinteren Teil der Räumlichkeiten in der Eppenhausener Straße findet, hat sich ganz der Kunst aus Schrott verschrieben. „Der Schrottplatz als Erlebniswelt“, beschreibt er selbst den Ort, an dem die Ideen für seine Werke entstehen.
Allein der Kontrast dieser beiden Künstler zeigt: hier ist wirklich für jeden etwas dabei.