Neu: Jazz auf Elbers

Hagen. (nic) „Immer mehr Kulturveranstaltungen brechen weg in Hagen, dem müssen wir entgegenwirken“, erklärt Michael Dahm, Verwalter des Elbershallen-Geländes. Also wurde die Idee „Jazz auf Elbers“ geboren, eine Verbindung zwischen hochkarätigem Kulturgenuss im Ambiente historischer denkmalgeschützter Backsteingebäude. Der Anstoß kam von einem Mieter auf dem Elbershallen-Gelände. Am Sonntag, 5. Oktober 2014, soll von insgesamt fünf Bühnen mal avantgardistischer, mal grooviger, mal klanggewaltiger Bigband-Jazz schallen. Einlass: 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr.

Multikulti-Musiker

Insgesamt konnten elf multikulturelle Bands, unter anderem aus Brasilien, den Niederlanden, USA, Chile, Russland und Tschechien, insgesamt 80 Musiker, für das rund fünfstündige Programm gewonnen werden. Auch Hagener Größen wie Pablo Held und die Max-Reger-Big-Band werden nicht fehlen.

Das Programm ist geprägt von unterschiedlichen charakteristischen Stilarten: Auf der Bühne in Halle 3 werden die Bigbands auftreten, im Saal der Musikschule Hagen wird avangardistischer Jazz geboten. Im Gegensatz dazu gibt es im Feuervogel eher Jazz mit einem Schuss Reggae und Latingrooves. Es darf auch getanzt werden. Im Theater an der Volme können sich Liebhaber moderner Jazzklänge auf das „Peter Beets Trio“ aus den Niederlanden und „Andi Kissenbeck’s Club Boogaloo feat. Peter Weniger“ freuen. Im Gebäude von Quamboni (ehemalige Karnevalisten-Räume) dominieren eher elektrische Gitarrenklänge. „Wir wollen, dass sich hier jeder gut aufgehoben fühlt“, lautet das Motto.

Verstärkung geholt

Da das Jazzfestival das erste seiner Art in der Volmestadt ist, holte sich der Veranstalter, die Hagenpeg Projektentwicklung, professionelle Unterstützung: „Können Sie uns helfen, hier ein Jazz-Festival aufzubauen?“ Mit dieser Bitte trat sie an Uwe Plath heran, der sich in der Jazz-Szene bestens auskennt und auch in der Nachbarstadt Iserlohn den Jazzclub Henkelmann auf Kurs gebracht hat. Schon mit 20 Jahren hat der aus Soest stammende Saxophonist die ersten Preise mit seinem Instrument gewonnen. Er gestaltet die Dortmunder Glen-Buschman-Jazz-Akademie (GBJA) mit, wo er auch als Dozent tätig ist. Zudem hat er die „GBJA-Big Band Dortmund“ und die „International Big Band Dortmund-Rostow“ gegründet. Nicht zuletzt wegen Plaths zahlreicher Kontakte in die internationale Jazz-Welt verspricht man sich eine starke Premiere. Diese Kontakte machten es auch möglich, die Künstler persönlich anzusprechen, damit die Veranstaltung finanziell gestemmt werden kann.

Doch nicht nur der Jazz steht am 5. Oktober im Vordergrund. Die Veranstalter haben noch ein weiteres Ziel vor Augen: das Elbersgelände stärker bei den Hagenern und den Nachbarn als hochkarätigen, anspruchsvollen und abwechslungsreichen Treffpunkt ins Bewusstsein zu bringen.

Der Eintritt pro Person beträgt 19,50 Euro, eine Familienkarte (2 Erw., 2 Kinder unter 14 Jahren) kostet 40 Euro. Karten im Vorverkauf gibt es an folgenden Stellen: Musikschule Hagen (auch Abendkasse), Theater an der Volme, Hageninfo.