Neue Campuslinie soll Hagen attraktiver machen

Hagener Campuslinie
Freuen sich über die neue Hagener Campuslinie (v.l.): Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Claus Schuster, Rektor der Fachhochschule Südwestfalen, Ada Pellert, Rektorin der Fernuniversität, und Christoph Köther von der Hagener Straßenbahn AG. (Foto: Heiko Cordes)

Hagen. Hagen soll für Studierende attraktiver werden. Ein Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, wurde am vergangenen Mittwoch, 26. September von der Rektorin der Fernuniversität, Ada Pellert, gemeinsam mit ihrem Kollegen von der Fachhochschule Südwestfalen, Claus Schuster, sowie Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Christoph Köther von der Straßenbahn AG vorgestellt.

In einem Fragebogen haben Studierende und Angestellte der beiden großen Hochschulen in der Volmestadt angegeben, dass sie sich eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wünschen.

Fahrplan verdichten

„Das Leben ist aber kein Wunschkonzert“, erklärt Christoph Kötter und meint damit, dass nicht die Wünsch von Dritten so einfach in den Fahrplan eingebaut werden können. Erst die finanzielle Beteiligung der beiden Hochschulen ermöglicht es der Linie 540 – oder auch „Campusline“ genannt – ab Montag,1. Oktober, zu fahren.

„Ein völliges Novum“, so Köther, sei diese Beteiligung. Ziel ist es, in den Kernzeiten einen Bus vom Hauptbahnhof alle 15 Minuten in Richtung FH Südwestfalen beziehungsweise Fernuniversität starten zu lassen. Besonders die Direktverbindung soll den Pendlern die Fahrzeit verkürzen und so eine Hürde nehmen. „Wer aus Bochum nach Hagen kommt, der möchte nicht innerhalb der Stadt nochmal genauso lange im Bus sitzen wie im Zug“, gibt Prof. Schuster eine einfache Forderung der Studierenden und Angestellten wieder. Das hatte sich bei der großen Befragung bereits abgezeichnet. „So einen großen Rücklauf bei Befragungen hatten wir noch nie“, erklärt Schuster und gibt zu: „Ich war überrascht, welch große Nachfrage nach dem Öffentlichen Personennahverkehr herrscht.“

Zusammenarbeit klappt

Als „gelungene Kooperation“ bezeichnet Prof. Ada Pellert das Projekt zwischen Stadt und Hochschulen. „Es ist ein wichtiges Zeichen für die Verbindung zwischen Stadt und Bildung“, so die Rektorin der Fernuniversität weiter. Das sieht auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz so. „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschulen funktioniert. Dabei kann auch was Gutes rauskommen. Das Verhältnis zu den Hochschulen ist in den vergangenen Jahren besser geworden“, streicht der erste Bürger der Stadt die Vorzüge der Kooperation raus. Außerdem ist ihm wichtig auf das Potential dieser Maßnahme im Rahmen veränderter Mobilität in der Zukunft hinzuweisen.

Der öffentliche Nahverkehr soll als eine Säule dienen, um den mit Verbrennermotoren angetriebenen Individualverkehr zu minimieren. Aber nicht nur umwelttechnisch kann die Campuslinie ein Erfolg werden. Auch die Zeitersparnis dürfte für viele Studierende ein großes Plus sein. Von der Stadtmitte ist man binnen fünf Minuten an der Fachhochschule, bis zur Fernuniversität sind es zehn Minuten. Vor allem bis zur Fernuni halbiert sich die Fahrzeit für die Studierenden.

Damit diese auch informiert werden, haben die Partner gemeinsam eine kleine Infobroschüre rausgebracht. Dort stehen Abfahrtszeiten, Haltestellen und vieles mehr drin und ist kostenlos in den Hochschulen erhältlich.