Neue Chefin, Museumsumzug, Geisterfahrt und Schießerei

Hagen. (san/ME) Die Hochschulen rückten in dieser Woche in Hagen in den Vordergrund – Stühlerücken in der Chefetage und in den Hörsälen. Auch das Inventar des Stadtmuseums muss für den Auszug vorbereitet werden. Leider gab es aber auch wieder Unfälle und Kriminelles – diesmal in besonders erschreckender Art.

Museumsumzug

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss hat am Donnerstag mit großer Mehrheit entschieden, dass das Stadthistorische Museum die Wippermann-Passage verlassen soll. Mitte Dezember ist Schluss – dann werden die Ausstellungsräume geschlossen. Bis Februar muss dann der Auszug vonstatten gehen. Frühestens Ende 2017 will die Stadt ein neues Stadtmuseum präsentieren, untergebracht im früheren Kreisgericht an der Hochstraße – also dort, wo es schon einmal war. Das Archiv hingegen verbleibt in Eilpe.

Neue Spitze

Mit Mehrheit von Hochschulrat und Senat wurde Professorin Dr. Ada Pellert zur Rektorin der Fernuniversität in Hagen gewählt. Pellert soll das Amt zum 1. Januar 2016 für eine Zeit von sechs Jahren vom amtierenden Rektor Professor Dr.-Ing. Helmut Hoyer übernehmen. Hoyers Amtszeit endet zum Jahresende nach 18 Jahren, er wechselt zum Ende des Semesters in den Ruhestand. Die Ernennung der neuen Rektorin erfolgt noch durch das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium.

Professorin Dr. Ada Pellert hat bereits in verschiedenen Positionen ihr Können im Hochschulmanagement unter Beweis gestellt. Sie war von 2009 bis 2015 Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin und Professorin für Organisationsentwicklung und Bildungsmanagement. Die Wirtschaftswissenschaftlerin beschäftigt sich zudem mit Internationaler Hochschul- und Weiterbildungsforschung sowie mit dem Lebenslangen Lernen.

Neue Erstsemester

Keinen neuen Rektor, dafür viele Studienanfänger begrüßte Oberbürgermeister Erik O. Schulz an der Fachhochschule Südwestfalen. Diese verzeichnet einen erneuten Anstieg ihrer Einschreibezahlen. Weit über 750 Erstsemester starten in diesen Tagen in den Fachbereichen Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Technische Betriebswirtschaft in ihr Studium. Weiterhin stark nachgefragt sind auch die ausbildungs- oder berufsbegleitenden Verbundstudiengänge. In seiner Begrüßungsrede riet Schulz von allzu großer Distanz ab: „Ziehen Sie nach Hagen. Wenn man in der Stadt wohnt, in der man studiert, ist das auch gut für das Studium.“

Kein Strom

Mit einem Stromausfall waren die Hohenlimburger am Donnerstag in der Früh konfrontiert. Gegen 3.30 Uhr versiegte der Strom, Techniker der Mark-E konnten den Fehler – ein defekter Trafo war’s – bis 7 Uhr beheben. Betroffen von dem Ausfall waren 26 Ortsnetzstationen.

Geisterfahrt mit Folgen

Ein spezieller Reinigungswagen der Feuerwehr sollte am Dienstagnachmittag die abschüssige Ewaldstraße von einer Ölspur befreien. Während sich der Fahrer mit dem eingesetzten Polizisten absprach, machte sich das Fahrzeug selbstständig, querte ohne weitere Kontakte die Lange Straße und prallte mehrere hundert Meter weiter in ein Haus an der Minervastraße. Wie durch ein Wunder gab es nur einen Verletzten, ein Passant hatte sich mit einem Sprung in Sicherheit gebracht und dabei leicht verletzt. Der Schaden an dem Fahrzeug und dem Haus dürfte nach ersten Schätzungen sechsstellig sein.

Schießerei in der City

Große Aufregung am Mittwochabend gegen 22 Uhr in der Innenstadt: Ein 24-Jähriger bedrohte auf dem Friedrich-Ebert-Platz eine Gruppe von sechs jungen Leuten mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole. Er feuerte mehrere Schüsse in Richtung der Volme-Galerie ab und hielt seine Waffe kurz danach bedrohlich in Richtung der verängstigten jungen Leute.

Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife wurde auf die Situation aufmerksam und kam hinzu. Der Täter richtete die schwarze Schreckschusswaffe auf die beiden Polizisten. Unter Androhung des Schusswaffengebrauchs forderten die Beamten den 24-Jährigen auf, seine Waffe auf den Boden zu legen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach und hielt sich die Pistole an seinen Kopf. Dabei forderte er die beiden Polizeikommissare auf, ihm in den Kopf zu schießen. Durch Unterstützungskräfte konnte der Täter kurze Zeit später von hinten zu Boden gebracht und mit Handschellen gefesselt werden. Der deutliche alkoholisierte 24-Jährige musste zur psychiatrischen Abklärung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Schreckschusswaffe stellten die Beamten sicher (Nachbau einer Polizeidienstwaffe Walther P99).