Neue Hospiz-Schulung ab Juni in Hagen – Im Ehrenamt den Kranken Zeit schenken

Ulrike Söth, Barbara Drepper und Sabine Gesekuss (v.l.) sind hauptamtlich beim Ambulanten Hospizdienst der Hagener Caritas tätig.(Foto: Anja Schade)

Hagen. (AnS) Ohne Ehrenamt ginge heutzutage vieles nicht mehr, der kostenlose Dienst zahlreicher Freiwilliger wird immer wichtiger und ist nicht immer einfach – das wissen auch Ulrike Söth, Barbara Drepper und Sabine Gesekuss vom Ambulanten und Kinderhospizdienst der Caritas. Denn ihre Ehrenamtlichen begleiten Menschen mit lebensverkürzender Diagnose.

Sie kümmern sich um Kranke in deren letzten Tagen und Wochen, ohne pflegerisch tätig zu werden, sie unterstützen die Angehörigen und schenken ihnen Zeit: Sie lesen vor, hören zu oder passen einfach mal auf, wenn beispielsweise ein Friseur- oder Arztbesuch der Familie ansteht.

Ein emotionales Ehrenamt, das man nicht einfach mal so eben leisten kann. Deshalb bietet das dreiköpfige, hauptamtliche Team regelmäßig Schulungen an. Die nächste Qualifizierung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter beginnt am 7. Juni um 18 Uhr und endet im Dezember. Wer möchte, kann im Anschluss an einem Aufbaumodul für den Kinderhospizdienst teilnehmen.

Vorbereitet sein

„Gerade wenn es um kranke und sterbende Menschen geht, ist es wichtig, vorbereitet zu sein“, erklären Barbara Drepper und Ulrike Söth. Wie reagiere ich auf bestimmte Situationen? „Wie nehme ich Kontakt auf?“ sind nur zwei von vielen weiteren Fragen, auf die Antworten im Kurs gefunden werden. „Uns ist es wichtig, auch die Ehrenamtler zu begleiten.“

Austausch ist wichtig

Sich auszutauschen, das Erlebte zu verarbeiten – in regelmäßigen Treffen ist das möglich. 60 Freiwillige sind derzeit für den Hospizdienst tätig, alle Altersklassen und Berufsgruppen sind vertreten. In welchem Aufwand man das Ehrenamt betreiben möchte, kann jeder selbst bestimmen. Zwölf Ehrenamtler haben übrigens die Qualifizierung im letzten Jahr abgeschlossen.

Neu bei der Schulung in diesem Jahr: Die Teilnehmer absolvieren zur Sommerzeit ein Praktikum im Seniorenheim, bei dem sie in ihren „Job“ schon mal reinschnuppern können. „Der Bedarf bestand einfach“, erklärt Ulrike Söth.

Infoabend

Wer Interesse an einer solchen Tätigkeit hat, der ist zu einem Infoabend am Donnerstag, 19. April, um 17.30 Uhr in den Köhlerweg 7 eingeladen. Da können erste Fragen und eventuelle Bedenken und Unsicherheiten geklärt werden.