Neue Managerin soll Hohenlimburg retten

Hohenlimburg. (anna) „Auf einem Friedhof ist mehr los als in der Hohenlimburger Innenstadt“, beschreibt Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss treffend die Atmosphäre in der idyllischen Lennestadt. Viele Leerstände bedingen, dass sich nur noch wenige Menschen in die Fußgängerzone verirren. Zu kaufen gibt es hier immer weniger.
Es fehlt das Leben, das Treiben, das Publikum Das soll sich bald ändern. Bereits vor Monaten kam bei den Einzelhändlern die Idee auf, einen Quartiersmanager zu engagieren. Die Werbegemeinschaft Hohenlimburg tätigte einen Aufruf in den Zeitungen. Bezirksvertretung und Bauverein fungieren als Sponsoren. Auf 450-Euro-Basis soll der erste Quartiersmanager – mit 22 Stunden im Monat – Hohenlimburg wieder auf Vordermann bringen.

Lea Fiedler

Aus einem Pool von zehn Bewerbern, bei dem vier Personen in die engere Auswahl kamen, setzte sich schließlich die 27-jährige Lea Fiedler durch. Sie wurde zwar im Elseyer Krankenhaus geboren, wuchs aber jenseits der Lenne auf – in Hagen. Sie studierte Geografie und arbeitete zuletzt für die Hagenagentur.
Sie weiß, welche schwere Aufgabe ihr bevorsteht, aber auch, dass alle hinter ihr stehen. Die Werbegemeinschaft, der Bezirksbürgermeister, der Bauverein und Dieter Füssmann als Sponsor wünschten ihr einen guten Start.

Netzwerk

Die engagierte 27-Jährige will nicht nur die Hohenlimburger Eigentümer ansprechen und für eine bessere Auslastung der Ladenlokale werben, sondern auch eine Zwischennutzung organisieren. Projekte, Kurse und Workshops könnten in einigen Ladenlokalen stattfinden. „Wichtig ist einfach, dass hinter den Schaufenstern etwas passiert“, sagt Lea Fiedler. „Ich möchte gern ein Netzwerk gründen, von Leuten, die etwas verändern wollen, die mit anpacken und Freude an ihrer Stadt haben. Hohenlimburg soll ein lebendiges, kommunikatives Zentrum mit Altstadt-Flair werden.“

Noch kein Büro

Die Hohenlimburger Quartiersmanagerin Lea Fiedler ist vorerst noch ohne Büro und momentan nur über Facebook erreichbar.