Neue Saison startet gegen Göttingen Ruhe nach dem Sturm

 

Hagen. Die vergangene Bundesliga-Saison von Phoenix Hagen
kann in jeder Hinsicht als spektakulär bezeichnet werden. In Erinnerung bleiben
werden unter anderem der höchste Sieg der Klubgeschichte, die ligaweite
Anteilnahme nach D.J. Covingtons schwerer Verletzung und der vorzeitige
Klassenerhalt trotz Punktabzug. Die Turbulenzen sind abgehakt, die
Verantwortlichen hoffen nun auf eine positive Ruhe nach dem Sturm.
Für Ruhe soll unter anderem die neue Besetzung des Geschäftsführer-Postens
sorgen: Basketball-Fachmann Patrick Seidel kommt vom Zweitligisten Essen an die
Volme und ersetzt den erkrankten Peter Brochhagen.
Auch das Team, das auf dem Parkett für alles andere als Ruhe sorgen soll,
wurde neu zusammengestellt. Glücklich zeigen sich die Coaches Ingo Freyer und
Steven Wriedt darüber, dass mehr als die Hälfte des Kaders geblieben ist. Mit
Kapitän David Bell und Adam Hess sollen zwei ausgewiesene Routiniers die junge
Mannschaft führen. Center Owen Klassen hat seinen Vertrag schon früh nach Ablauf
der Saison verlängert.
Talentierter Nachwuchs
In Jonas Grof, Marcel Keßen, Julian Jasinski und Pascal Zahner-Gothen ist
auch der talentierte Phoenix-Nachwuchs weiter an Bord. Alexander Kortenbreer
verstärkt diese Riege.
Viel BBL-Erfahrung
Phoenix Hagen kann sich aber auch über viel BBL-Erfahrung freuen. Diese
bringen Center Trent Plaisted, der schon in europäischen Wettbewerben spielte,
und der neue Spielmacher Richard Williams mit.
Nach drei Aufstiegen debütiert Jeremy Dunbar in Deutschlands Eliteliga,
ebenso wie Yannick Anzuluni und Chris Hass.
Mit sieben Siegen in sieben Testspielen haben die Feuervögel eine makellose
Pre-Season hinter sich. In der neuen Saison der Basketball-Bundesliga müssen sie
beweisen, dass sie auch dann einen kühlen Kopf bewahren, wenn es darauf ankommt.

Ernst wird es im ersten Punktspiel gegen die BG Göttingen am 24. September ab
18 Uhr in der heimischen Arena am Ischeland.
Klassenerhalt geschafft
Die Veilchen sind in der vergangenen Saison tatsächlich mit einem blauen Auge
davongekommen. Am Ende standen Rang 16 und der hauchdünne Klassenerhalt – dank
des besseren Korbverhältnisses im direkten Vergleich. Für die neue Spielzeit
stehen dem Göttinger Headcoach Johan Roijakkers nur fünf Importspieler zur
Verfügung. Zudem zog sich Neuzugang Andrej Mangold in der Vorbereitung einen
Kreuzbandriss zu. Im letzten Testspiel beim belgischen Erstligisten Limburg
United setzte es eine Niederlage.
Point-Guard Jesse Sanders kehrte nach einer Knöchelverletzung zurück, Darius
Carter (Gehirnerschütterung) fehlte weiter. Mit Hagens Centern müssen es in der
eher kleinen Göttinger Mannschaft Scott Eatherton und Rückkehrer Adam
Waleskowski aufnehmen. Der frühere Bonner Benas Veikalas überzeugte in der
Vorbereitung.
Feuriges Wiedersehen
Feste Größen im Göttinger Kader sind mit Kapitän Dominik Spohr und Malte
Schwarz zwei Ex-Feuervögel.
Das feurige Wiedersehen soll für Phoenix den Auftakt einer erfolgreichen
Saison bilden. Im Anschluss geht es zu den Eisbären Bremerhaven, die mit Fabian
Bleck und Ivan Elliott ebenfalls zwei frühere Feuervögel in ihren Reihen haben.

Danach warten auf Phoenix die Duelle mit den beiden Aufsteigern: am 2.
Oktober zu Hause gegen Science City Jena, am 8. Oktober auswärts bei Rasta
Vechta.