Neue Stadt-Tochter WBH

Hagen. (ME) Er ist ziemlich neu und ebenfalls reichlich alt, der Wirtschaftsbetrieb Hagen“ (WBH). Neu ist er deshalb, weil er vom Rat der Stadt Hagen tatsächlich erst vor wenigen Wochen aus der Taufe gehoben worden ist. Und dass er gleichzeitig alt ausschaut“, liegt daran, dass hier mehrere Ämter unter einem Dach zusammengefasst wurden, die allesamt seit ewig“ zum Rathaus gehörten. Mit einer Bilanzsumme von rund hundert Millionen Euro und mehr als 300 Mitarbeitern weist die neue Stadt-Tochter eine beachtliche Größe auf. Geleitet wird der am 16. Juli 2011 gegründete WBH vom bisherigen Chef der SEH, Hans-Joachim Bihs, sowie von Stadtbaurat Thomas Grothe.

Mit der neuen Konstruktion sollen viele Planungsprozesse, Reparaturen – etwa von Straßen – sowie Ausschreibungen schneller vonstatten gehen. Denn bei uns gibt es alles aus einer Hand“, betont Bihs. man muss sich nicht mehr – so wie bislang – zeitraubend vom Amt zu Amt verständigen.“ Wurden früher beispielsweise Abwasserkanäle und die zugehörigen Straßen von zwei verschiedenen Ämtern beäugt“, gibt es jetzt diese Aufteilung nicht mehr. Das spart Zeit und Geld.“

Zusammengeführt wurden die Stadtentwässerung Hagen (SEH), der Fachbereich für Grünanlagen und Straßenbetrieb, der Fachbereich für Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken sowie das Forstamt. Sie werden momentan umstrukturiert und bilden fortan den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH).

Straßen, Wald und Friedhöfe

Das heißt, der WBH wird künftig als eigene Aufgabe die Stadtentwässerung, die Bewirtschaftung der übertragenen Forste, den Betrieb der Grünabfallkompostierungsanlage sowie die Trägerschaft der kommunalen Friedhöfe übernehmen.

Darüber hinaus wird er im Auftrag der Stadt Hagen zuständig sein für:

  • die Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen, Fußgängerzonen, Verkehrsschildern, von Begrenzungspfosten und Pollern sowie von Straßenmarkierungen,
  • die Koordinierung und Betreuung von Straßenaufbrüchen,
  • die Pflege von Grün- und Parkanlagen, Kinderspielplätzen, städtischen Kindertagesstätten, Straßenbegleitgrün, von städtischen Bäumen (an Straßenrändern und in Parkanlagen), von Außenanlagen öffentlicher Gebäude der Stadt Hagen sowie von Brunnenanlagen,
  • den Neu-, Um- und Ausbau öffentlicher Infrastruktureinrichtungen in der Stadt Hagen (Verkehrs- und Erschließungsstraßen, Platzflächen, Rad- und Gehwege sowie Grünanlagen, Spielplätze, Sportanlagen, Kleingartenanlagen und so weiter),
  • den Bau (samt Erhaltung und Unterhaltung) der öffentlichen Brücken, Stützmauern und Treppenanlagen in der Stadt Hagen,
  • den Bau und Betrieb der verkehrstechnischen Einrichtungen (Ampelanlagen, Parkleitsystem, Verkehrsmanagementsystem).

WBH für alle Bürger offen

Den Tag der offenen WBH-Tür in der Eilper Straße wird auch die Coverrockband MDD bereichern. (Foto: Veranstalter)

Um seine frische“ Existenz allen Hagenern vor Augen zu führen, veranstaltet der WBH auf seinem Oberhagener Betriebsgelände, Eilper Straße 130 (bislang SEH, neben Mark-E), am kommenden Freitag. 23. September 2011, einen Tag der offenen Tür. Hier haben die Hagener die hervorragende Möglichkeit, ab 11 Uhr diese Anstalt des öffentlichen Rechts“ kennenzulernen.

Nicht nur die verschiedenen Fachbereiche stellen sich vor, zum Beispiel mit Infos zur Dichtheitsüberprüfung, sondern auch die WBH-Töchter Container-Company und HEG. Letztere ist die Hagener Erschließungsgesellschaft, die unter anderem mit der Bereitstellung von Grundstücken für Häuslebauer“ ihr Geld verdient. Derzeit gibt es HEG-Projekte in Garenfeld, an der Harkortstraße (Quambusch), in Eppenhausen an der Rissestraße sowie demnächst in Emst (Köhlerweg) und in Fley.

Hagener, die einfach nur Musik hören wollen, sind natürlich ebenfalls willkommen. Durch das Abendprogramm führt die Coverrockband MDD“. Bereichert wird das Programm zudem von der Artistengruppe Chapeau Bas“. Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenso gesorgt, wobei der Erlös dem Förderverein Hagen bäumt auf“ zufließen soll.