Hagen. Ein „Klick“ und der Urlaub ist gebucht. Bücher, CDs, Unterhaltungselektronik, Spielzeug, Kleidung und selbst Lebensmittel – das Warenangebot im Internet ist schier unbegrenzt. Doch wer steht hinter den Angeboten? Wer sorgt dafür, dass die Angebote eingestellt und gepflegt werden?

Bisher waren das oftmals IT-Spezialisten mit einer kaufmännischen Zusatzqualifikation oder Kaufleute mit IT-Kenntnissen. „Doch das wird sich 2018 ändern. Am 18. Dezember 2017 wurde im Bundesgesetzblatt die Verordnung für den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für E-Commerce veröffentlicht. Damit tritt der Beruf zum 1. August 2018 in Kraft. Heute schon können Ausbildungsverträge abgeschlossen und bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen eingetragen werden“, sagt SIHK-Bildungsgeschäftsführer Thomas Haensel.

Das neue Berufsbild vereint unterschiedlichste Qualifikationen. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle gehören genauso dazu wie Kundenkommunikation und die Anwendung von Datenschutzbestimmungen. Kaufleute für E-Commerce wählen Online-Vertriebskanäle aus, setzen Onlinemarketing um, gestalten das Waren- und Dienstleistungsangebot mit und pflegen die Internetseiten. Darüber hinaus gestalten sie die Vertragsabwicklung und unterstützen die Beschaffung.

Genauso vielfältig wie die beruflichen Kenntnisse sind auch die Einsatzmöglichkeiten und damit die zukünftigen Ausbildungsbetriebe für Kaufleute für E-Commerce.

Neben dem klassischen Internethandel und dem produzierenden Gewerbe, werden das ebenso Unternehmen mit Direktvertrieb sein, genauso wie der Einzelhandel mit kombinierten stationären Verkauf und Internetshop, Reisebüros und der KFZ-Handel.

Weitere Infos erteilt bei der SIHK Peter Frese unter Tel. 02331 / 390-261, frese@hagen.ihk.de.

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