Neuer Hagener Polizeipräsident: Frank Richter im Amt

Seit Montag in Amt und Würden: Hagens neuer Polizei-Chef Frank Richter. Er ist Nachfolger von Ursula Steinhauer. (Foto: Anna Linne)

Hagen. (anna) Auf 37 Jahre Polizeiarbeit in Mülheim kann der 53-jährige neue Hagener Polizeipräsident Frank Richter zurück schauen. Am Montag, 5. November 2012, erhielt er seine Ernennungsurkunde von Innenminister Ralf Jäger. Damit ist er der vierte gelernte Polizist, der in Deutschland Polizeipräsident wird; er ist zuständig für 540 Beamte in Hagen. Meist sind es Juristen, die in dieses Amt berufen werden, aber zwingend notwendig ist das nicht.

Ursula Steinhauer, Richters Vorgängerin, war eine Juristin. Sie wechselte ins Ministerium nach Düsseldorf. Und Frank Richter kommt aus Düsseldorf. Zuletzt fungierte er dort als Chef der Gewerkschaft der Polizei in NRW. „Viele haben mich schon gefragt, ob ich jetzt die Seiten gewechselt hätte“, schmunzelt Richter.

Tatsächlich sei er sehr froh, nach Hagen zu kommen, und das sei keine Floskel. Ursula Steinhauer habe hervorragende Arbeit geleistet und Hagen zur sichersten Stadt gemacht. Das Präsidium sei zudem eine Behörde mit hohen Aufklärungsquoten, die weit über dem Landesdurchschnitt lägen, so Richter. „Außerdem hat man in Hagen schnell und frühzeitig auf Tendenzen reagiert, wie das Projekt ’Kurve kriegen’ oder die Jucops, die schon 2003 eingeführt wurden, zeigen.“ Doch Richter hat auch den niedrigen Krankenstand seiner Behörde im Blick, der für ein solides Gesundheitsmanagement und ein gutes Betriebsklima spricht.

An die positiven Zahlen der Hagener Behörde möchte der neue Präsident unbedingt anknüpfen. Ganz besonders will er der Jugendkriminalität und den Einbrechern an den Kragen. „Ein Wohnungseinbruch ist für die Opfern ein tiefer Einschnitt in ihre Privatsphäre. Wir wollen versuchen, im Vorfeld noch mehr zu tun, um die Zahl der Einbrüche zu senken.“ Auch im Bereich ’Unfälle mit Kindern’ habe die Hagener Behörde ausgezeichnete Vorbeugungsarbeit geleistet, so Richter, er freue sich nun auf seine Zeit in Hagen.