Neues Konzept für noch mehr Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt Hagen

Für ein rundum entspanntes Bummeln über den Hagener Weihnachtsmarkt wurde ein spezielles Sicherheitskonzept erstellt, das die Veranstalter zusammen mit Polizei, Feuerwehr und dem städtischen Fachbereich für öffentliche Sicherheit und Ordnung am gestrigen Dienstag auf einer Pressekonferenz vorstellten. (Foto: Bärbel Taubitz)

Hagen. (tau) Rund 500.000 Menschen besuchen jährlich den Hagener Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr wird sich die Zahl garantiert erhöhen, denn der festliche Budenzauber in der Innenstadt feiert seinen 50. Geburtstag und lockt dazu mit besonderen Attraktionen. Eröffnung ist am Donnerstag, 23. November.

Um den Gästen von nah und fern einen entspannten Bummel zu ermöglichen, haben die Veranstalter in enger Zusammenarbeit mit Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt. Konzepte dieser Art sind mittlerweile Pflicht für alle Großveranstaltungen im Land.

Keine erhöhte Gefährdungslage

Grundsätzlich sind die städtischen Ordnungs- und Sicherheitsverantwortlichen überzeugt davon, dass jedermann völlig unbesorgt über den Hagener Weihnachtsmarkt bummeln kann. Eine erhöhte Gefährdungslage gibt es aktuell nicht. Trotzdem greift das auf Weisung der Landesbehörden erstellte Sicherheitskonzept konkrete potenzielle Bedrohungslagen auf.

„Geschenk“-Tonne als Straßensperren

So werden die ­Zufahrtswege zur Innenstadt für die Zeit des Weihnachtsmarkts stark eingeschränkt. Insgesamt 20 große Wassertanks mit einem Gewicht von rund einer Tonne bilden Einfahrtsbarrieren, die Auto-Anschläge wie in Berlin oder Barcelona verhindern sollen. Als Geschenk dekoriert, mit Schleife verziert und Tannenbäumen geschmückt, passen sich die Container optisch in das vorweihnachtliche Gesamtbild ein.

Die Polizei stellte das Sicherheitskonzept am vergangenen Dienstag vor. (Foto: Bärbel Taubitz)

Einzelhandel beschränkt

Durch die Sperren ist eine Belieferung des innerstädtischen Einzelhandels in der Zeit vom 22. November bis zum 27. Dezember nur noch aus zwei Richtungen möglich: entweder aus südlicher Richtung kommend über die Kampstraße oder aus nordöstlicher Richtung kommend über die Badstraße am Stadtfenster vorbei.

Die Anfahrt für die Feuerwehr ist natürlich durchweg für alle Bereiche in der City gewährleistet.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen

Neben den Straßensperren gibt es weitere Maßnahmen: Ein Ordnungs- und Sicherheitsdienst wird vor Ort sein, ebenso die Polizei mit der Mobilen Wache; darüber hinaus sind zivile Streifen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Stellen des Marktes unterwegs.

Erstmals liegen in diesem Jahr an allen Ständen auf dem Weihnachtsmarkt Informationszettel aus, die auf mögliche Gefährdungslagen und Fluchtwege hinweisen.

Entspannt über den Weihnachtsmarkt

Die Organisatoren und Schutzkräfte sind zuversichtlich, dass der Hagener Budenzauber wie in all den Jahren zuvor seinem Leitsatz „Der familienfreundliche Weihnachtsmarkt in Südwestfalen“ gerecht wird und keine Störungen eintreten.

Im Vorfeld wird alles getan, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem wird täglich die aktuelle Gefährdungsbewertung abgerufen, um die Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen. Einem entspannten Bummel steht also nichts mehr im Wege. „Mir ist kein Polizist bekannt, der aus Sicherheitsgründen nicht auf den Hagener Weihnachtsmarkt gehen würde“, bringt es Polizeihauptkommissar Raimund Riedl auf den Punkt.