NRW: Weniger Drogentote

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NRW. (je) Insgesamt zeichnen die Zahlen, die das statistische Landesamt „IT.NRW“ anlässlich des Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli  für das Jahr 2014 veröffentlichte ein eher positives Gesamtbild: Die Zahl der Drogentoten ging zurück. 2014 starben in Nord­rhein-Westfalen 3.167 Menschen an den Folgen von Drogenkonsum. Damit lag die Zahl der an ihrem Drogenkonsum Gestorbenen um 0,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (2013: 3.195 Tote). Der Anteil dieser Sterbefälle an allen Gestorbenen in Nordrhein-Westfalen lag 2014 wie bereits ein Jahr zuvor bei rund 1,6 Prozent. Der absolute Großteil, nämlich 88,5 Prozent bzw. 2.802 Personen, erlag den Folgen von Alkohlokonsum. In den übrigen 365 nicht-alkoholbedingten Fällen war der Konsum von psychotropen Substanzen oder Betäubungsmitteln ursächlich für den Tod. Die tödlichen Folgen von Nikotinkonsum – also Zigarettenrauch – sind in der Statistik nicht berücksichtigt.

Ungleich verteilt

Die grundsätzlich rückläufige Entwicklung berücksichtigt jedoch nicht, dass es starke regionale Unterschiede gibt. So ist  die Zahl der Drogentoten zwar insbesondere in ländlichen Landkreisen stark rückläufig, in einigen Großstädten jedoch sprunghaft, teilweise im zweistelligen Prozentbereich, angestiegen. Besonders darstisch ist die Zahl der Drogentoten beispielsweise in Dortmund (+ 12,1 %), Gelsenkirchen (+ 18,5 %), Wuppertal (+ 22,7 %) oder Bochum (+ 28,2 %) angestiegen.

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Deutlich besser sehen die Gesamtzahlen hingegen im Verbreitungsgebiet des Wochenkuriers aus. In Hagen sank die Zahl der Drogentoten von 53 im Jahr 2013 auf 40 im Jahr 2014 – ein Rückgang von über 25 Prozent. Im Ennepe-Ruhr-Kreis erlagen 2014 noch immer 57 Personen ihrem Drogenkonsum, verglichen mit 79 im Vorjahr ist das jedoch ein Rückgang um fast 28 Prozent. Auch der Märkische Kreis kann ein Minus vermelden, insgesamt sank die Zahl der Drogentoten hier um 19,5 Prozent (2013: 87, 2014: 70). Der Kreis Unna verzeichnet  hingegen einen dramatischen Zuwachs: Auf 60 Drogentote im Jahr 2013 folgten 2014 dann 86. Das ist eine Zunahme um über 43 Prozent.

Illegale Drogen

Und auch in Hagen gibt es trotz der positiven Entwicklung eine beachtenswerte Negativzahl: während weniger Menschen ihrem Alkoholkonsum erlagen, verdoppelte sich die Zahl der Opfer illegaler Drogen von 5 im Jahr 2014 auf 10 im Jahr 2014 (EN: 4 auf 7, MK: 13 auf 4, UN: 12 auf 7).