Null-Null-Siebzig

Haspe. (ric) Es wird spannend, es wird gefährlich, mörderisch und sehr, sehr englisch: Der ehemalige Agent James Gerald, 70 Jahre alt, zieht in das Seniorenheim Eaglehurst in Hastings, Südengland, um den Tod seines ehemaligen Kollegen und Freundes William Morat aufzuklären. Schon kurz nach der Ankunft des Agenten kommt beim Bingo eine weitere Person zu Tode. James, der schnell den Spitznamen „Null-Null-Siebzig“ erhält, eilen jedoch seine ehemalige Kollegin Sheila Humphrey (67) und ein Spezialrollator mit eingebauter Reizgasdüse zu Hilfe. Ein spannendes und turbulentes Katz-und-Maus-Spiel beginnt…

Die Hasperin Marlies Ferber veröffentlichte mit „Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst“ ihren ersten Kriminalroman. Am Donnerstag, 2. Februar, will die Autorin daraus lesen. (Foto: dtv)

Spontane Idee

Viel Herzblut steckt in dieser Geschichte. Gute zwei Jahre dauerte es, bis sie beendet war, alle Fäden zusammenliefen, das Rätsel gelöst war. Die Autorin, die die Figuren zum Leben erweckte, ist die Hasperin Marlies Ferber. „Null-Null-Siebzig“, den Titel ihres Werks, hatte sie spontan morgens nach dem Aufwachen im Kopf. „Die Geschichte selbst entwickelte sich dann nach und nach“, so die Autorin. Einen fertig ausgestalteten Handlungsstrang gab es zunächst nicht – dafür aber viele inspirierende Spaziergänge mit Curly, dem Hund der Familie, immer dann, wenn die Ideen fehlten.

„Ich wusste natürlich nicht, ob ich einen passenden Verlag finde“, erklärt die bekennende England-Liebhaberin. Doch kurz bevor das Werk fertig wurde, schickte sie im November 2009 eine Zusammenfassung an zwei Verlage – „und ich hatte Glück!“

Ein Leben retten

Die freie Autorin und Übersetzerin beschäftigte sich in der folgenden Zeit intensiv mit der Geschichte. „Natürlich gab es die ein oder andere Änderung“, erinnert sie sich. Dabei konnte sogar ein Leben gerettet werden: Karoline Adler, die als Lektorin die Buchentstehung betreute, und Ferbers Tochter Stella setzten sich dafür ein, einen Mord rückgängig zu machen. „Das war auch gut so – ich mochte die Figur nämlich auch sehr gerne“, schmunzelt die Hasperin.

Aktuell erscheint das Werk „Null-Null-Siebzig. Operation Eaglehurst“ im Deutschen Taschenbuch-Verlag (dtv). Und auch der zweite Kriminalfall mit dem wunderbaren James Gerald ist schon fast fertig. Die Leser dürfen also gespannt sein, was den alternden Agenten und seine temperamentvolle Kollegin in naher Zukunft beschäftigen wird. „Das erste Kapitel des zweiten Buchs entstand übrigens im Urlaub. Es war Nacht, ich lag im Zelt auf dem Bauch, hielt eine Taschenlampe und fing einfach an zu schreiben.“

Ungewöhnlich?!

Genauso ungewöhnlich, wie die zweite Geschichte also entstand, ist auch die abschließende Erklärung der Autorin in ihrem Erstlingswerk: Unter dem Titel „How it began…“ („Wie es begann…“) verfasst Marlies Ferber eine amüsante Entstehungsgeschichte zu ihrem Buch. Freunde der Meisterdetektivin Miss Marple dürfen sich auf ein Wiedersehen freuen.

Lesung

Einen Einblick in den Kriminalroman erhalten und die Autorin persönlich sehen, können Interessierte am Donnerstag, 2. Februar 2012: Ab 19 Uhr liest Marlies Ferber in der Buchhandlung Haspe, Kölner Straße 4, aus ihrem Roman „Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst“.

Anmeldungen in der Buchhandlung von Elisabeth Morgenroth werden erbeten: Telefon 0 23 31 / 4 17 07.