OB Schulz blickt auf 2014, Teil 2

Hagen. (ME) Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz blickte bereits in einem ersten Teil auf das Jahr 2014 zurück – da ging es unter anderem um die Kommunalwahl.

Heute folgt Teil 2:

Hiobsbotschaften

Am 15. August erreichte eine Hiobsbotschaft die Stadt Hagen. Ein massiver Einbruch bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer sorgte für eine Unterdeckung in Höhe von rund 20 Millionen Euro im städtischen Haushalt. Dies zwang mich und Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann dazu, für die Stadtverwaltung eine allgemeine Haushaltssperre zu verfügen, welche freiwillige Ausgaben bis Ende des Jahres nicht mehr ermöglicht.

Endgültig im August sprach sich der Rat der Stadt nach Vorlage eines Rechtsgutachtens dagegen aus, erneut juristisch gegen die Deutsche Bank in Sachen „Verluste aus den Derivatgeschäften“ vorzugehen. Damit ist dieses unleidliche Kapitel für die Stadt endgültig beendet.

Das Wirtschaftsleben in Hagen vermeldete in diesem Jahr drei besondere, wenn auch nicht immer erfreuliche Nachrichten. Die Douglas-Holding kündigte im März an, sich von den rund 240 Hussel-Fachgeschäften mit knapp 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und Portugal zu trennen. Neuer Eigentümer werden „Emeran Capital Partners“ aus München. Ferner kündigte das Unternehmen an, 113 Stellen, darunter 59 Arbeitsplätze in Hagen, zu streichen. Im Oktober kam dann auch noch die Information, dass sich die Douglas-Holding von der Juwelierkette Christ trennen wolle. Die 220 Filialen mit 2400 Mitarbeitern werden von Finanzinvestor „3i“ übernommen. Der Kaufpreis soll bei 213 Millionen Euro liegen.

Im Juli musste das Traditionsunternehmen „Bamberger Bau“, mit 109 Mitarbeitern Hagens größtes Bauunternehmen, Insolvenz anmelden. Leider gelang es auch dem vom Amtsgericht eingesetzten Konkursverwalter nicht mehr, das Unternehmen zu retten. Inzwischen wurden die noch vorhandenen Vermögenswerte versteigert, das Unternehmen existiert nicht mehr.

Volmegalerie: Umbau

Neben diesen schlechten Nachrichten gibt es aber auch Erfreuliches zu berichten. Nachdem die eigentlich für den 14. Oktober vorgesehene Eröffnung der zweiten großen innerstädtischen Shopping-Mall, der Rathaus-Galerie, wegen erheblicher Brandschutzmängel verschoben werden musste, lädt die Einkaufs-Galerie seit dem 13. November ihre Besucher zum Shoppen ein. Das 120-Millionen-Projekt zählt rund 70 Geschäfte auf etwa 22.000 Quadratmetern.

Zeitgleich begann der große Umbau der sich seit 2004 im Betrieb befindlichen Volme-Galerie. Diese soll bis Oktober 2015 komplett umgebaut und renoviert werden. Unter anderem wird das alte Horten-Gebäude komplett entkernt und neu gestaltet. Die alten, viele Jahrzehnte stadtbildprägenden Kacheln wurden inzwischen entfernt. Die Nachfrage der Hagener Bürgerinnen und Bürger nach diesen Kacheln ist so groß, dass diese inzwischen zu Gunsten wohltätiger Zwecke zum Teil sogar versteigert werden.

Hinterfahrung

Zwei gute Neuigkeiten gibt es im Bereich „Verkehr“ zu berichten. Am 11. Juli konnte das erste Teilstück der Bahnhofshinterfahrung zwischen Dieckstraße und Weidestraße für den Verkehr freigegeben werden. Dies bedeutet, dass Teile der vorher stark belasteten Wehringhauser Straße inzwischen nahezu vom Verkehr befreit sind.

Die Deutsche Bahn AG kündigte an, den Hagener Hauptbahnhof für insgesamt 31,7 Millionen EURO komplett modernisieren zu wollen. Darüber hinaus soll der Hohenlimburger Bahnhof ab 2017 für 3,2 Millionen Euro barrierefrei umgebaut werden.

Fortsetzung folgt.