OB Schulz blickt auf 2014, Teil 3

Hagen. (ME) Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz blickte bereits in den zwei vergangenen wochenkurier-Ausgaben (hier und hier) auf das Jahr 2014 zurück – da ging es unter anderem um die Kommunalwahl und um das Thema „Wirtschaft und Bauen“.

Heute schließen wir die kleine Serie mit Teil 3 ab:

Größte Uni

Die Fernuniversität Hagen ist inzwischen – gemessen an der Zahl der Studierenden – die mit deutlichem Abstand größte Universität in Deutschland. Die Zahl der Studieninteressierten ist inzwischen so groß geworden, dass sie ab dem Sommersemester auf 80.000 Studenten begrenzt werden musste, um noch eine angemessene Bildung gewährleisten zu können.
Im Schulbereich geht Hagen neue Wege. Die neu eingeführten Sekundarschulen in Altenhagen und Remberg/Mitte haben nach den Sommerferien ihren Betrieb aufgenommen. Die Sekundarschulen ersetzen landesweit – sofern dies politisch gewünscht ist – die ehemaligen Haupt- und Realschulen.

Toulouse-Ausstellung

Auch im Kulturbereich konnte Hagen positive Schlagzeilen machen. Das Emil-Schumacher-Museum präsentierte ab dem Herbst eine bundesweit viel beachtete Toulouse-Lautrec-Ausstellung. Und dem ebenfalls im Kunstquartier beheimatete Osthaus-Museum ist es gelungen, ab Anfang 2015 eine Friedensreich-Hundertwasser-Ausstellung mit Werken aus allen Schaffensperioden des großen österreichischen Künstlers nach Hagen zu holen.

Dr. Peter Schütze, langjähriger künstlerischer Leiter der Schlossspiele Hohenlimburg, gibt diese Arbeit nach großartigen Erfolgen in den vergangenen Jahren aus Altersgründen auf. Sein Nachfolger steht aber mit Dario Wehberg, dem Miteigentümer des Theaters an der Volme auf dem Elbersgelände, bereits fest, so dass die Schlossspiele auch zukünftig höchste Qualität garantieren werden.

Sport-Erfolge

Viel Erfreuliches gab es aus sportlicher Hinsicht zu vermelden. Basketball-Bundeligist Phoenix Hagen schaffte es zwar nicht, sich erneut für die Playoffs der besten acht Bundesliga-Teams zu qualifizieren, doch entgegen der Befürchtung mancher Sportbegeisterten hatte die Truppe mit dem Abstiegskampf nie etwas zu tun. Und auch der Handball-Drittligist Eintracht Hagen zeigte eine mehr als zufriedenstellende Saison und platzierte sich im oberen Mittelfeld.

Einen echten Leichtathletik-Weltmeister weiß Hagen seit dem 6. April in seinen Reihen. Der Hohenlimburger Holger Flaßnöcker holte bei der Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaft in Budapest an der Seite von Klaus Gottert (Erfurt) und Horst Lenz (Augsburg) die Goldmedaille über 3 x 10 Kilometer Gehen. Ein weiterer Weltmeister: der Hagener Ole Schachtsiek führte als Mannschaftskapitän die deutschen U18-Faustballer im brasilianischen Pomerode nach einem 3:1-Finalerfolg über Gastgeber Brasilien zum Gewinn des WM-Titels.

Jubiläen

In 2014 gab es in Hagen vier große Jubiläen zu feiern. Im Februar beging der Hagenring mit einer großen Jubiläumsausstellung im Osthaus-Museum sein 90-jähriges Bestehen. Am 5. Juli wurde im Rathaus Hohenlimburg das 40-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Bruck an der Mur gefeiert. Der Bezirksverband Hagen der Evangelischen Frauenhilfe feierte am 26. Oktober sein 100-jähriges und am gleichen Tag der Kinder- und Jugendzirkus Quamboni auf dem Elbersgelände sein 25-jähriges Bestehen.

Abschied

Leider galt es auch in 2014, sich für immer von verdienten Mitbürgern verabschieden zu müssen. Stellvertretend für alle Verstorbenen möchte ich hier die folgenden vier Personen nennen:
Günter Alles, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, von 1977 bis 1998 Vizepräsident der SIHK, verstarb am 26. Februar im Alter von 84 Jahren. Der ehemalige Basketballnationalspieler Professor Dr. Jürgen Langhoff, der mit dem SSV Hagen 1964 Deutscher Vizemeister wurde, verstarb am 1. Juni im Alter von 75 Jahren. Harald Korte, von 1995 bis 2007 Präsident der Südwestfälische Industrie- und Handelskammer und Träger des Bundesverdienstkreuzes, verstarb am 24. Oktober im Alter von 80 Jahren. Und Reinhard Valentin Leisenheimer, als Kammersänger von 1975 bis 2004 fast drei Jahrzehnte beim Theater Hagen, schloss am 9. November 2014 für immer seine Augen.