Oldenburg kämpft gegen den Auswärtsfluch

„Geschultert“ (wie hier Brandon Brooks) wurde Phoenix Hagen am letzten Wochenende in Würzburg. Gegen die starke „Eins-gegen-eins-Verteidigung“ und dem permanenten Druck des starken Aufsteigers hatten die Feuervögel nach einem guten ersten Viertel letztlich keine Chance. Auch Patrick Sparks (rechts, Nr. 22) konnte seine starke Vorstellung aus dem ersten Spiel gegen Würzburg nicht bestätigen, gegen Oldenburg soll das besser werden.

Hagen. (ph) Der Ausflug nach Würzburg (76:88) war nicht lohnend für Phoenix Hagen. Und auch die nächste Hürde, die sich den Feuervögeln am Sonntag, 12. Februar 2012, um 17 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland stellen wird, ist sehr hoch. Mit den EWE Baskets Oldenburg kommt nämlich ein weiterer Hochkaräter an die Volme.

Die Oldenburger, trainiert von Predrag Krunic, belegen derzeit den achten Platz mit 20:18 Punkten. In Expertenkreisen werden die Norddeutschen aber höher gehandelt. Angesichts des namhaft besetzten und erfahrenen Kaders gelten sie als eines der besten vier Teams der BBL. Die Baskets leiden allerdings unter einer gewissen Auswärtsschwäche: Sieben der zehn Gastspiele gingen bisher verloren.

Adam Constantine wird immer stärker: In Würzburg war der US-Amerikaner mit 19 Punkten erneut Topscorer, holte 6 Rebounds und gab 3 Assists. (Foto: Jörg Laube)

Auch im Nord-Derby bei den Artland Dragons am letzten Samstag zogen sie mit 81:95 den Kürzeren. Predrag Krunic war dennoch nicht völlig unzufrieden: „Es war ein gutes Spiel von beiden Teams. Es war ausgeglichen, bis die Dragons am Ende zwei, drei Big Shots getroffen haben, während unsere Würfe wieder aus dem Korb gesprungen sind. In der guten Atmosphäre war es schwer für uns, dann noch einmal zurückzukommen.“

Brown zieht die Fäden

„Spiritus Rector“ des Meisters von 2009 ist Bobby Brown. Der Ex-Berliner zieht die Fäden und ist mit 17,5 Punkten pro Partie bester Oldenburger Werfer sowie zweitbester Scorer der Liga. Mit den Forwards Robert Burrell und Rickey Paulding, Center Adam Chubb und Guard Kenny Hasbrouck verfügen auch die weiteren „Vielspieler“ über Namen von internationalem Klang. Weiterhin kommen der Serbe Milan Majstorovic und der Montenegriner Sead Sehovic sowie Robin Smeulders und Dominik Bahiense de Mello regelmäßig zum Einsatz. Die Stärken der Baskets liegen in Ausgeglichenheit, Erfahrung, brandgefährlicher Offensive – und in der Person von Bobby Brown.

Dominik Wilkins hatte bei den S. Oliver Baskets einen Kurzeinsatz von anderthalb Minuten. (Foto: Jörg Laube)

Hagens Coach Ingo Freyer hatte an der 76:88-Niederlage in Würzburg eine Weile zu knabbern: „Wir wussten vorher, was das für ein Spiel wird und kannten den Stil der Baskets. Sie machen 40 Minuten lang Druck. Es ist für die meisten Spieler schwer, ihre Gewohnheiten und Automatismen gegen diese Eins-gegen-eins-Verteidigung zu ändern. Im ersten Viertel haben wir ordentlich mitgehalten, danach war es eine klare Angelegenheit. Eine Zwölf-Punkte-Niederlage ist noch ganz gut für uns.“

Wer sitzt auf der Bank?

Ausgesetzt hat in Würzburg Jordan Hasquet als achter „Ausländer“. Eine Regel lässt sich daraus aber nicht ableiten, wie Ingo Freyer erklärt: „Uns stehen acht ausländische Spieler zur Verfügung, das gibt uns einige Möglichkeiten. Wir werden von Situation zu Situation entscheiden und die Entwicklung in der Rückrunde berücksichtigen.“ Wer gegen die Oldenburger den harten Platz auf der Bank einnehmen muss, wird erst kurz vor der Partie entschieden.

Drei Tage nach dem Oldenburg-Spiel sollte die Reise für Phoenix Hagen dann eigentlich nach Berlin gehen. Dieser Trip entfällt aber erst einmal. Aufgrund von Terminüberschneidungen mit dem Beko BBL Pokal und den Europapokal-Wettbewerben ist die Partie bei Alba BerlinN auf den 28. März 2012 um 20 Uhr verschoben worden. Ursprünglich sollte am 15. Februar gespielt werden. Die Partie bei den Telekom Baskets Bonn wurde zudem auf den 7. März 2012 um 19.30 Uhr vorgezogen. Bisheriger Termin war der 14. März.