Organspende – wie soll ich mich entscheiden?

Hagen. (BirMa) Alle Krankenversicherten, die 16 Jahre oder älter sind, bekommen bis zum 31. Oktober 2013 einen Brief von ihrer Krankenversicherung. Darin werden sie zu einer freiwilligen Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende im Falle des Hirntodes aufgefordert.

Am wk-Expertentelefon: Kirsten Schütte und Silke Singer vom „Infotelefon Organspende“. (Foto: Berliner Pressebüro)

In Deutschland reicht die Zahl der Organspenden bei weitem nicht aus, um allen Schwerkranken eine Überlebenschance zu geben. Etwa 12.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben im Durchschnitt drei Patienten, weil sie nicht rechtzeitig ein lebensrettendes Organ erhalten konnten.

Die in den letzten Monaten bekannt gewordenen Manipulationen in einigen Transplantationszentren bei der Vergabe von Organen hat die Situation zusätzlich belastet. Aber schon vorher besaß nur jeder vierte Deutsche einen Organspende-Ausweis, in dem er seine Haltung zu dem Thema dokumentiert hat.

Gute Informationen erleichtern die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Spende. Die Beraterinnen Silke Singer und Kirsten Schütte vom „Infotelefon Organspende“ – einer Gemeinschaftseinrichtung der Deutschen Stiftung Organtransplantation und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – beantworten alle Fragen der Leser, wie zum Beispiel:

Ist gesichert, dass bei der Organvergabe nicht mehr manipuliert wird? Gibt es eine Altersgrenze für eine Organspende? Wer entscheidet, wann man hirntot ist? Welche Vorerkrankungen schließen eine Organspende aus? Lässt sich die Spende auf bestimmte Organe begrenzen?

Am kommenden Donnerstag, 11. April 2013, ist das gebührenfreie Info-Telefon von 13 bis 16 Uhr für unsere Leser unter der Telefonnummer 0800 / 9040400 geschaltet. Auf Wunsch erhält man gleich einen Organspendeausweis zugeschickt. Rufen Sie an!