Osterfeuer: Immer die Regeln beachten

Hagen. Nach alter Tradition werden auch in diesem Jahr am Karsamstag, 15. April, wieder Osterfeuer in Hagen entzündet. Osterfeuer dienen dabei der Brauchtumspflege und sind öffentlich. Die meisten Osterfeuer finden in sogenannten „im Zusammenhang bebauten Bereichen“ statt und müssen somit wie in den Vorjahren nicht im Vorfeld genehmigt werden.

Innerhalb von Schutzgebieten sind Osterfeuer jedoch nicht zulässig. Die nachfolgenden Hinweise des Umweltamtes, des Ordnungsamtes und der Feuerwehr Hagen sollen Schäden für Tiere, Pflanzen und die Umwelt sowie Brandgefahren minimieren. Jeder sollte versuchen, die Anzahl der Osterfeuer zu begrenzen und nach Möglichkeit zusammenzulegen.
Der Veranstalter ist für die ordnungsgemäße Organisation, Planung und Durchführung, inklusive Einhaltung aller Vorschriften, verantwortlich. Handelt es sich nicht um das eigene Grundstück, muss der Veranstalter eine Einverständniserklärung vom Grundstückseigentümer einholen.
Erlaubnis einholen
Sollen während der Veranstaltung alkoholische Getränke verkauft werden, ist eine gaststättenrechtliche Erlaubnis Pflicht. Die Erlaubnis erhält man beim städtischen Ordnungsamt, Rathausstraße 11, Gebäudeteil B, 2. Etage, Tel. 02331 / 207-4855, gegen eine pauschale Gebühr von 25 Euro. Der schriftliche Antrag muss unter Angabe des Veranstalters und Ortes bis zum 11. März eingereicht werden.
In allen geschützten Landschafts-, Wasser- und Naturschutzgebieten darf kein Osterfeuer gemacht werden. Der dazugehörige Landschaftsplan mit den einzelnen Schutzgebieten kann auf der Internetseite der Stadt Hagen oder bei der unteren Landschaftsbehörde Hagen, Rathausstraße 11, Gebäudeteil C, in der 9. Etage eingesehen werden. Weiterhin dürfen ausgewiesene Naturdenkmäler auch im Innenbereich nicht beeinträchtigt werden. Es muss ein Mindestabstand von 50 Metern eingehalten werden.
Nur Holz gehört ins Feuer
Für das Osterfeuer dürfen nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz verwendet werden. Kunststoffe wie Plastiktüten und Autoreifen, aber auch andere Abfälle haben im Osterfeuer nichts verloren. Abfallrechtliche Verstöße werden mit beträchtlichen Bußgeldern geahndet. Veranstalter sollten das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden, vorzugsweise am selben Tag, noch einmal umschichten, damit das Osterfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.
Aufgrund von Rauch und Hitze muss ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten und die Hauptwindrichtung beachtet werden. Hierbei darf auch der öffentliche Verkehr auf den Straßen nicht beeinträchtigt werden. Empfohlen wird ein Abstand zu Gebäuden und Bäumen von mindestens 50 Metern und zu Straßen von mindestens 100 Metern.
Die Osterfeuerstelle sollte mindestens von zwei erwachsenen Personen beaufsichtigt werden. Besonders auf Kinder muss geachtet werden, weil sie die Gefahren des Feuers nicht einschätzen können.
Immer Aufsicht führen
Die Feuerwehr rät, an allen Osterfeuerstellen Löschmittel bereitzustellen, beispielsweise Gartenschlauch, Wassereimer, Feuerlöscher, Schaufeln und Feuerpatschen. Und auch die Umgebung des Osterfeuers muss ständig durch Aufsichtspersonen beobachtet werden, um Folgebrände rechtzeitig bekämpfen zu können. Die Aufsichtspersonen dürfen die Verbrennungsfläche erst verlassen, wenn das Feuer erloschen ist. Noch vorhandene Glut wird mit Erde bedeckt, so dass auch bei aufkommendem Wind kein Funkenflug entsteht. Gerät das Osterfeuer außer Kontrolle, muss schnellstmöglich die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert werden.
Mindestabstand einhalten
Für alle Waldflächen gilt nach Landesforstgesetz, dass für ein Osterfeuer ein Mindestabstand von 100 Metern zum Wald eingehalten werden muss. In begründeten Ausnahmefällen können forstrechtliche Genehmigungen zur Unterschreitung dieses 100-Meter-Abstandes erteilt werden. Diese können gegen eine Gebühr von 40 Euro beim Regionalforstamt Ruhrgebiet, Brößweg 40, in 45897 Gelsenkirchen, oder per E-Mail an ruhrgebiet@wald-und-holz.nrw.de beantragt werden.
Die Einhaltung der Auflagen wird wie in den vergangenen Jahren stichprobenartig überprüft.