Osthaus: Bunte Kunst Fotorealismus und Pop-Kultur

Hagen. (Red./lz) „Es ist wirklich beeindruckend, wie
realistisch die Malereien aussehen“, schwärmt Museumsleiter Tayfun Belgin über
die Ausstellungsstücke der neuen Reihe „Fotorealismus – 50 Jahre
­hyperrealistische Malerei“, die jetzt im Osthaus-Museum, Museumsplatz
1, zu sehen sind. Viele der Malereien wirken, als könnte man sie greifen oder
stünde direkt inmitten dieser knalligfarbenen, amerikanischen Welt mit
Schnellrestaurants und schicken Autos.
Der Ursprung des Fotorealismus
Die 1960er Jahre haben durch Pop-Kunst und Pop-Kultur Spuren in der Musik,
der Mode, im Film und im ­Lifestyle hinterlassen. Nach Andy Warhol, Roy
Lichtenstein und Tom Wesselmann kamen die Fotorealisten, die sich als Nachfolger
der Pop-Epoche verstanden.
Auch sie widmeten sich dem schönen Schein des modernen Alltags, der
Konsumwelt der Amerikanischen Nation und ihrer spiegelnden Welt der Oberflächen.
Reflektierende Schaufenster, knallbunter Plastikkitsch sowie chromglänzende
Limosinen gehörten zu den bevorzugten Motiven der Fotorealisten.
All diese Motive verbindet man heute – nach 50 Jahren der Entstehung dieser
Kunst –mit Amerika.
Drei Generationen im Osthaus
Das Osthaus-Museum zeigt 70, zum Teil großformatige Werke dieser Kunst.
Insgesamt drei Generationen von Fotorealisten werden in den Ausstellungsräumen
vorgestellt, gefertigt von 35 Künstlern, unter ihnen bekannte Stars wie Charles
Bell, Don Eddy, Richard Estes oder Ralph Goings.
Die Ausstellung kann noch bis zum 8. Januar 2017 besichtigt werden.