„Pfifikuss“ mit Premiere im Werkhof

Das Stück „Pettersson und Findus“ mit Ralf und Sophie Schlüter in den Hauptrollen feiert am Sonntag, 7. November, um 16 Uhr Premiere im Hohenlimburger Kulturzentrum Werkhof. (Bild: Theater Pfifikuss)

Hohenlimburg. (zico) Es gibt immer etwas zu tun im Hause Pettersson. Zum Beispiel muss man mit einer Angel aus dem Brunnen den Schlüssel zum Tischlerschuppen herausfischen, um dort an die Luftpumpe zu gelangen, mit der man den platten Reifen des Fahrrads aufpumpen kann, um damit in die Stadt zu fahren und Mehl für eine Geburtstagstorte zu kaufen. Zu dumm nur, dass sich die Angel auf dem Speicher des Schuppens befindet und die Leiter, die zum Klettern benötigt wird, von einem Stier bewacht wird…

Das neu ins Leben gerufene Familientheater „Pfifikuss“ hat sich der liebevollen, zutiefst menschlichen Figuren des Stückes „Pettersson und Findus“ mit viel Humor angenommen und feiert am Sonntag, 7. November, 16 Uhr, im Saal des Hohenlimburger Kulturzentrums Werkhof Premiere. Weitere Aufführungen folgen am 12. November, 17 Uhr, und am 13. November, 16 Uhr.

„Pfifikuss“ besteht aus zwei Familien, die sich gemeinsam auf die Fahnen geschrieben haben, Theater „von Familien für Familien“ zu machen.

„Alter Hase“ als Kater

Eine davon ist die aus Hohenlimburg stammende Familie Schlüter um den seit fast drei Jahrzehnten aktiven Mummpitz-Mimen Ralf Schlüter. Seine Tochter, die elfjährige Sophie Schlüter, die den Kater Findus darstellt, steht seit drei Jahren auf Bühnenbrettern und ist somit schon fast ein alter Hase im Theatergeschäft. Vater Ralf, der den alten Pettersson darstellt, ist nicht nur Mitglied des Theaters Mummpitz in Hohenlimburg, sondern darüber hinaus auch solo mit dem Stück „Allein in der Sauna“ erfolgreich. Gemeinsam mit seiner Frau Birgit, die bei „Pettersson und Findus“ als Schwein Mathilda ihr Unwesen treibt, und seiner Tochter spielt er auch an der Naturbühne Hohensyburg.

Die zweite „Pfifikus“-Familie kommt aus Dortmund und bringt ebenfalls reichlich Bühnenerfahrung mit. Markus Beer inszeniert seit fünf Jahren sehr erfolgreich die Stücke an der Naturbühne Hohensyburg. Komplettiert wird das Ensemble von seiner Frau Alexandra und seinem fünfjährigen Sohn Lukas, der trotz seines zarten Alters ebenfalls nicht zum ersten Mal vor Publikum auftritt.

Glücksfall

„Das Theaterspiel ist für mich ein wunderbares Hobby“, fiebert der als Lehrer berufstätige Ralf Schlüter der Premiere entgegen: „Und wenn man dieses Hobby gemeinsam mit seiner Familie pflegen kann, dann ist das wohl ein Glücksfall.“ Das Stück selbst bezeichnet der 43-Jährige als aktueller denn je: „Die Botschaft lautet, sich mehr um die Kinder zu kümmern, sie stärker als Individuen mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu respektieren. Vielleicht ist Pettersson als Figur deshalb so beliebt bei den Kindern, weil er vieles erlaubt, nicht bestraft und Geborgenheit vermittelt.“

Unterstützung erhalten die Familien Beck und Schlüter vom Hohenlimburger Grafikdesigner und Fotographen Guido Beck, der bereits für das Schlütersche Soloprojekt „Allein in der Sauna“ die Werbetrommel rührte.

Alle für einen

Im Theaterstück „Pettersson und Findus“, das sich bereits an die allerkleinsten der zuschauenden Kinder richtet, finden sich mehrere Geschichten um den tollpatschigen, doch liebenswerten alten Pettersson und seinen frechen Kater Findus. So gilt es, einen arroganten Hahn in die Schranken zu weisen, der dem Hofhuhn Prillan den Kopf verdreht oder das frisch bepflanzte Gemüsebeet vor einem gefräßigen Schwein zu verteidigen. Zu guter Letzt schlägt man mit viel Tohuwabohu einen Fuchs in die Flucht. Findus kann sich dabei von allen Seiten zeigen – als mutiger Tiger ebenso wie als manchmal ganz schön gemeines Katzenkind. Dabei bleibt er doch im Grunde stets der liebste Kater der Welt. Was auch geschehen mag in den turbulenten, spannenden und stets lustigen Episoden, am Ende gilt auf Petterssons Hof ganz sicher: Alle für einen und niemals allein!

Eintrittskarten für die Aufführungen im Werkhof-Saal kosten Erwachsene sechs Euro, Kinder vier Euro und sind im Vorverkauf unter anderem beim wochenkurier, Frankfurter Straße 90, sowie im Werkhof, Ruf 02334/ 929-190, erhältlich.