Phoenix bewältigt schweres Startprogramm

Hagen. (ph) Die Hammerwochen sind vorbei für Phoenix Hagen! Nach dem Sieg gegen Alba Berlin und den klaren Niederlagen beim FC Bayern München sowie gegen die Brose Baskets aus Bamberg freut sich Trainer Ingo Freyer jetzt auf Gegner, „die eher unsere Kragenweite haben“. Den Anfang macht am Samstag, 5. November 2011, die TBB Trier, die um 19 Uhr zum Ischeland in die ENERVIE-Arena kommt.

Ein Bild mit Symbol-Charakter: So wie die Größenunterschiede zwischen dem 1,88 m großen Brandon Brooks und dem 2,15 m langen Tibor Pleiss (links) waren auch die Unterschiede generell zwischen Hagen und dem Deutschen Meister. Wobei Brooks mit 17 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assists durchaus zu überzeugen wusste. (Foto: Jörg Laube)

Die TBB kann im bisherigen Saisonverlauf auf drei Siege und drei Niederlagen zurückblicken. Aktuell bedeutet dies für die Mannschaft von Henrik Rödl den elften Tabellenplatz. Dabei fuhren die Mannen von der Mosel am letzten Wochenende beim 68:62 gegen Kellerkind Bayreuth zwei ganz wichtige Zähler ein.

Leistungsträger gehalten

In Trier hat sich über den Sommer nicht besonders viel verändert. Die Leistungsträger aus dem Vorjahr konnten gehalten werden. Der routinierte serbische Power Forward Dragan Dojcin, Center-Talent Maik Zirbes, der sich gerade prächtig entwickelt, und der bewährte US-Aufbauspieler Dru Joyce führen das TBB-Team an.

Zwei weitere deutsche Spieler setzen Akzente in Trier: Flügelspieler Philip Zwiener, der nach einer Knöchelverletzung wieder fit ist, sowie Shooting Guard Oskar Faßler sind ebenfalls Leistungsträger. Die Rotation der TBB Trier komplettieren die Amerikaner Nate Linhart (Small Forward) sowie die Point Guards John Redder Bynum und Ernest-Joseph Gallup. Von der Bank bringen Shooting Guard Samy Picard, Center Andreas Seiferth, Joshiko Saibou und Kilian Dietz frischen Wind.

Disziplinierte Truppe

Die eingespielten Trierer machen eine Menge aus ihren Möglichkeiten. Trainer Henrik Rödl schafft es, ohne namhafte Akteure eine schlagkräftige und disziplinierte Truppe aufs Parkett zu schicken.

Bei allem gebotenen Respekt ist das Niveau der Trierer natürlich weit entfernt von dem der Bamberger, die zuletzt mit 106:76 in Hagen siegten und dabei eine beeindruckende Visitenkarte hinterließen.

Publikumsliebling Eddie Seward (Mitte) holte gegen Bamberg 7 Punkte und 10 Rebounds. In der BBL-Statistik liegt er mit 7,2 Rebounds/Schnitt an 7. Stelle. (Foto: Jörg Laube)

„Hinter uns“

„Ich bin froh, dass wir das schwere Auftaktprogramm mit Berlin, Bayern und Bamberg jetzt hinter uns haben. Wir haben bisher zwei Siege, darauf müssen wir gegen Trier aufbauen. Auf dieses Spiel werden wir uns gut vorbereiten. Die Niederlage gegen Bamberg geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir hatten einfach zu viele Ballverluste und auch unsere Freiwurfquote war schwach. Aber selbst wenn wir einen idealen Tag erwischen, haben wir kaum eine Chance“, beschreibt Ingo Freyer die Partie gegen den Liga-Primus.

Verzichten musste Freyer am Sonntag auf Maximilian Rockmann, der sich in einem Spiel von Kooperationspartner BG Hagen einen Pferdekuss zugezogen hatte. „Er muss einige Tage pausieren“, kündigt der Hagener Trainer an. Dafür durften gegen Bamberg auch Dominik Wilkins, Thomas Reuter (der kurz vor Schluss noch einen schönen Block zu verzeichnen hatte) und Max Kramer einige Minuten Bundesliga-Luft schnuppern. Zweifellos ein echtes Ergebnis für die Youngster!