Phoenix gegen Bayern

Hagen. (Red.) Es wird meisterlich in Hagen: Zum zweiten Heimspiel der Saison empfangen die Feuervögel am Samstag, 11. Oktober 2014, den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München Basketball. Und der geht die neue Saison selbstbewusst an: „Unser Ziel ist es, jedes Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen“, sagte Bayerns Sportdirektor und Geschäftsführer Marko Pesic am Rande seines Besuchs bei der Krombacher Challenge in Hagen im September.

David Bell konnte zwar insgesamt 15 Punkte und sechs Rebounds verbuchen, doch gegen Bremerhaven war das nicht genug - am Ende siegten die Eisbären mit 85:84. (Foto: Jörg Laube)
David Bell konnte zwar insgesamt 15 Punkte und sechs Rebounds verbuchen, doch gegen Bremerhaven war das nicht genug – am Ende siegten die Eisbären mit 85:84. (Foto: Jörg Laube)

Haushoher Favorit

Bislang konnte Phoenix Hagen in der Beko-BBL noch nie gegen die Bayern gewinnen. Der erste und einzige Sieg überhaupt gelang Phoenix zu Hause beim 85:77-Erfolg am 12. April 2009 – damals noch in der Pro A. Auch beim letzten Aufeinandertreffen im Finale der Krombacher Challenge mussten sich die Feuervögel mit 80:108 geschlagen geben. Beim Vorbereitungsturnier demonstrierten die Bayern einmal mehr ihre Stärke und zeigten bereits lange vor Saisonstart, dass sie auch in diesem Jahr wieder eine Top-Mannschaft am Start haben.

Der Abgang von Point Guard Malcolm Delaney, Doppel-MVP der vergangenen Saison, zum russischen Klub Lokomotive Kuban Krasnodar schmerzt die Bayern zwar. Doch sie haben sich mit dem Bamberger Titelgaranten Anton Gavel und einem Serben-Trio clever verstärkt. Center Vladimir Stimac (Unicaja Málaga/ESP), Power Forward Dusko Savanovic (Anadolu Efes SK/TUR) und Point Guard Vasilije Micic (KK Mega Vizura/SRB), der im Sommer an 52. Stelle von den Philadelphia 76ers im NBA-Draft gezogen wurde und nun in einem europäischen Team Spielerfahrung sammeln soll, sind die neuen Hoffnungsträger bei den Bayern. Zudem kehrte der 141-malige deutsche Nationalspieler Jan-Hendrik Jagla nach einem Jahr bei Alba Berlin nach München zurück. Nachwuchs-Center Daniel Mayr wechselte aus Jena an die Isar.

Noch nicht rund

Nach der 68:76-Niederlage im BBL-Champions-Cup gegen Alba legten die Bayern zumindest in der Liga einen guten Start hin. Beim 86:63 gegen den Mitteldeutschen BC am ersten Spieltag blieben die Münchner letztlich ungefährdet und ließen sich auch vom frühen 0:8-Rückstand nicht irritieren. Während Stimac mit 14 Punkten Topscorer der Partie wurde, überzeugte auch Micic mit sechs Assists bei seinem BBL-Debüt. In Ludwigsburg sicherten sich die Bayern beim 78:93 ebenfalls einen klaren Sieg. Alles lief allerdings noch nicht rund: „In der Defensive sind wir noch nicht auf dem Niveau, auf dem unser Team sein muss“, klagte Bayern-Coach Svetislav Pesic nach dem Spiel gegen den MBC. Die Verteidigung müsse der Meister für die Mission Titelverteidigung noch verbessern.

Dass diese Mission gelingt, ist für einen Großteil der Konkurrenz ziemlich wahrscheinlich: 15 der 18 Beko BBL-Trainer tippten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur „dpa“ auf die Bayern als Topfavorit für die neue Saison. Dass es sehr schwierig wird, an den Süddeutschen vorbeizukommen, sieht auch Phoenix-Coach Ingo Freyer so: „Bayern München ist der Favorit“, sagt Freyer. „Die Erfahrung, die das Team im letzten Jahr sammeln konnte, ist sehr wertvoll. Die Qualität und das Wissen, wie man Titel gewinnt, sprechen für die Bayern.“