Phoenix gegen Braunschweig

Hagen. Neben den Aufsteigern BG Göttingen und Crailsheim Merlins ist es der dritte neue Name, mit dem es Phoenix Hagen in dieser Saison zu tun bekommt: Basketball Löwen Braunschweig. Am Samstag, 8. November, sind die Löwen – von 2006 bis zur letzten Saison als New Yorker Phantoms Braunschweig unterwegs – um 18.30 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland zu Gast. Den Schwung aus dem 90:74-Auswärtssieg gegen Ulm am letzten Samstag wollen die Feuervögel mitnehmen und nun auch den ersten Heimsieg der Saison einfahren.

Der Gegner aus Braunschweig setzt auf Erfahrung. Der Name, das Logo und die Vereinsfarben (jetzt blau-gelb) haben sich zwar geändert, dafür ist die Achse des Teams die gleiche geblieben. Kapitän Kyle Visser führt das Team an, weitere Leader sind zwei Routiniers: Small Forward Immanuel McElroy, der dienstälteste Löwe, und Power Forward Derrick Allen. Der Center Visser hat mit durchschnittlich 16,6 Punkten, einer Wurfquote von 59,2 Prozent aus dem Feld und 5,7 Rebounds pro Partie in dieser Saison bisher die besten Statistiken der Braunschweiger.

Die Umstellung in der Verteidigung brachte beim letzten Spiel gegen Ulm den erhofften Sieg. Trotzdem war Phoenix-Trainer Ingo Freyer noch nicht zufrieden: „Für mich gibt es keinen Grund zum Jubel, wir haben erst zwei Siege. Daher müssen wir weiter hart an uns arbeiten.“ (Foto: Jörg Laube)
Die Umstellung in der Verteidigung brachte beim letzten Spiel gegen Ulm den erhofften Sieg. Trotzdem war Phoenix-Trainer Ingo Freyer noch nicht zufrieden: „Für mich gibt es keinen Grund zum Jubel, wir haben erst zwei Siege. Daher müssen wir weiter hart an uns arbeiten.“ (Foto: Jörg Laube)

Akzente setzen

Die wichtigsten Neuzugänge an der Oker sind neben Shooting Guard Trent Lockett, dem bisher die längste Einsatzzeit aller Löwen gewährt wurde, die beiden Point-Guards Dru Joyce (EWE Baskets Oldenburg) und Nicolai Simon (Medi Bayreuth). Beide Spieler bringen Bundesliga-Erfahrung mit. Simon stand in den ersten sechs Spielen der Saison ausnahmslos in der Starting-Five. Der wohl wichtigste deutsche Spieler der Braunschweiger will nach einer von Verletzungen geprägten Saison in Bayreuth wieder Akzente setzen.
Verzichten muss Braunschweig allerdings auf den abgewanderten Isaiah Swann, der in der letzten Saison zum Most Valuable Player (MVP) des BBL-All-Star-Days gekürt wurde. Auch Erik Land (Nürnberger BC), Robert Kulawick (BG Göttingen), Aaron Doornekamp (Fraport Skyliners), James Florence, Achmadschah Zazai und Harding Nana (alle Ziel unbekannt) verließen Braunschweig.

Alle amerikanischen Feuervögel punkteten in Ulm im zweistelligen Bereich: Topscorer mit 21 Punkten aber war Zamal Nixon, der im Duell auch gegen Per Günther und Tommy Mason-Griffin überlegen spielte. (Foto: Jörg Laube)
Alle amerikanischen Feuervögel punkteten in Ulm im zweistelligen Bereich: Topscorer mit 21 Punkten aber war Zamal Nixon, der im Duell auch gegen Per Günther und Tommy Mason-Griffin überlegen spielte. (Foto: Jörg Laube)

Zwei Siege, zwei Niederlagen

Nach dem Erreichen des Top Four im Jahr 2012 folgten zwei schwere Jahre für die Braunschweiger. In die neue Saison startete das Team von Headcoach Raoul Korner mit einer 65:79-Niederlage bei der TBB Trier. Als Wiedergutmachung überraschten die Löwen aber bereits zwei Tage später beim 77:66-Heimerfolg gegen die Baskets in Bamberg. Bei der 70:84-Niederlage bei den Baskets Oldenburg am Samstag blieben die Braunschweiger aber ohne Chance. Insgesamt haben sie aktuell zwei Siege und vier Niederlagen auf dem Konto, ebenso wie die Feuervögel.

Tabellennachbar

In der Tabelle sind die Braunschweiger derzeit auf Platz 15 angesiedelt, für Phoenix Hagen, aktuell auf Rang 13, ein unmittelbarer Konkurrent. Auch bei den direkten Duellen in der Vergangenheit begegneten sich die Teams stets auf Augenhöhe. Im Gesamtvergleich hat Phoenix die Nase jedoch leicht vorn: Sechs Hagener Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber.