Phoenix: Gegen die Niners soll unbedingt ein Sieg her

Hagen. (AnS) Den direkten Tabellennachbarn, die Niners aus Chemnitz, erwartet Phoenix Hagen am 20. Spieltag in der Arena am Ischeland. Sprungball ist am Samstag, 27. Januar, um 19 Uhr.

Die Feuervögel bekleiden in der 2. Basketball-Bundesliga zur Zeit den 10. Tabellenplatz. Ein Sieg muss nach den Niederlagen der vergangenen Spieltage her, wollen die Feuervögel ihr Ziel – die Play-offs – noch erreichen.

Niederlage gegen Heidelberg

Bei den Academics Heidelberg gab es für die Hagener eine deutliche 78:57-Niederlage.

Headcoach Kevin Magdowski musste auf die nach wie vor verletzten Dominik Spohr und Javon Baumann sowie auf James Reid verzichten, der seinen Vertrag aus gesundheitlichen Gründen diese Woche aufgelöst hat.

Die Feuervögel begannen zunächst recht ausgeglichen: Im ersten Viertel, in welchem die Führung mehrfach wechselte, und Jannik Lodders per Dunk und Derrek Brooks per Dreier für eine Fünf-Punkte-Führung (8:13) sorgten, sah es auch erst gut aus, bevor die Heidelberger für die 21:18-Führung zur Viertelpause sorgten. Diese Führung gaben die Heidelberger im zweiten Viertel auch nicht mehr ab. Zur Halbzeit führte die Heimmannschaft mit 39:33.

Jonas Grof (M.) und Alex Herrera (l.) waren die einzigen Feuervögel, die gegen Heidelberg zweistellig punkteten. (Foto: Jörg Laube)

Keine Aufholjagd mehr

Das dritte Viertel sollte eine Vorentscheidung zu Gunsten der Heidelberger bringen. Phoenix gelang es jetzt nicht mehr, den Ball gefährlich unter den Korb zu bringen und dort die Stärke von Alex Herreira einzusetzen. Der beste Phoe­nix-Akteur fand im gesamten Spiel nur wenig Unterstützung von den Außenpositionen, die wenigen freien Schüsse fanden nur selten ihr Ziel. Im letzten Viertel versuchte das junge Team die Niederlage noch in Grenzen zu halten, doch eine hohe Fehlerquote sowie eine unterdurchschnittliche Trefferquote ließen keine Aufholjagd zu. In den letzten 12 Spielminuten gelangen den Feuervögeln lediglich 7 Punkte. Nur Joans Grof und Alex Herrera punkteten zweistellig.

Kevin Magdowski resümierte: „Wir haben jetzt die Spiele hinter uns, die wir nicht unbedingt gewinnen mussten. Jetzt heißt es für uns aber die nächsten Spiele fokussiert anzugehen, um unsere Play-off-Ambitionen zu wahren.“

Ähnlicher Gegner

Mit den Chemnitzern kommt ein gleichwertiger Gegner: Statistisch gesehen sind die Sachsen rund um Kapitän Michael Fleischmann ähnlich aufgestellt wie die Hagener.

Acht Siege und elf Niederlagen stehen auf der Liste der Ostdeutschen, in den Trefferquoten gibt es keine deutlichen Unterschiede. Im letzten Spiel gegen Paderborn zeigten sie unter Headcoach Rodrigo Pastore ihre Qualitäten. Topwerfer waren Joe Lawson und Malte Ziegenhagen, besonders die Verteidigung funktionierte beim Sieg gegen Paderborn.

Auch mit Chemnitz-Neuzugang Hugh Robertson – nach dem Abgang von Jacob Parker – ist zu rechnen. Bei seinem ersten Spiel machte er bereits mit sechs Punkten und zwei Rebounds auf sich aufmerksam.

Godbold ist zurück

Hagen bekommt indes Verstärkung von einem alten Bekannten: David Godbold kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, nachdem der 25-jährige Guard James Reid seinen Vertrag aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch hin aufgelöste und bereits wieder in seine Heimat geflogen ist.

Neuzugang David Godbold ist ein alter Bekannter: Der US-Amerikaner verstärkt seit Montag das Feuervögel-Team. (Foto: Jörg Laube)

Der 32-jährige US-Amerikaner Godbold aus Oklahoma spielte nach seiner College-Zeit in Polen, Finnland und der Slowakei, ehe ihn Johan Roijakkers 2013 nach Göttingen lotste. Dort galt Teamcaptain Godbold als verlängerter Arm auf dem Feld und feierte mit Dominik Spohr zusammen die ProA-Meisterschaft und anschließend eine erfolgreiche BBL Zeit mit den Veilchen.

Die Ischelandhalle kennt Godbold. In acht Auftritten in der BBL unter Ingo Freyer kam Godbold auf durchschnittlich 5,1 Punkte, 3,8 Rebounds und 2,3 Assists. Der flexible Amerikaner kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden und war in seiner Laufbahn bisher nie ernsthaft verletzt.

Gegenüber einer unerfahrenen, durchaus verfügbaren Rookie­lösung sprach besonders die immens große Deutschlanderfahrung für David Godbold und seine Verpflichtung.

Ziel: Play-offs

Geschäftsführer Patrick Seidel weiß: „Es geht darum, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Wir spielen mit dem drittjüngsten Team der Liga und der höchsten Quote an deutschen Spielern. Die gute Ausgangslage im Kampf um die Play-off-Plätze wollen wir nicht fahrlässig herschenken, sondern im Februar und März ein gewaltiges Wörtchen mitreden.“

Gemeinsam mit Fans

Dazu braucht es natürlich die Unterstützung der Fans. Karten gibt es für das Spiel an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem beim Wochenkurier, Körnerstraße 45, im Internet unter reservix.de, in der Phoenix-Hagen-Geschäftsstelle, Funckestraße 38/40, und ab zwei Stunden vor Spielbeginn an der Abendkasse der Arena am Ischeland.

Die Verletzungsprobleme von Phoenix Hagen bescherten auch Youngster Marco Hollersbacher (M.) in den letzten Spielen (hier gegen die Merlins) mehr Einsatzzeit. (Foto: Jörg Laube)