Phoenix Hagen: Bernd Kruel im „Kreuzverhör“

Hagen. Zum Start ins neue Jahr sprachen wir mit Phoenix-„Alt-Star“ und -Geschäftsstellenmitarbeiter Bernd Kruel:

Wk: Bernd, was vermisst du am meisten an deiner aktiven Basketballzeit?

Ganz klar die Vorbereitungszeit mit all den Läufen und Muskelkatern (lacht). Viel vermisse ich seltsamerweise nicht, da ich alles sehr lange erleben und genießen durfte. Die Kabinen-/Bus-Gespräche waren zum Großteil sehr witzig und wichtig. Die Entwicklung der Teams (auch für meinen neuen Job sehr hilfreich) war eine interessante Aufgabe: Wie schafft man es, jedes Jahr aufs Neue, in relativ kurzer Zeit erfolgreich zu sein sowie individuell und gemeinsam als Team Wege zu finden, sich weiterzuentwickeln und zusammenzuwachsen? Das vermisse ich ein wenig.

Wk: Und was schätzt du daran, jetzt nicht mehr Herr über den Ring, sondern über den Schreibtisch zu sein?

Der Schreibtisch ist auf den ersten Blick nicht so attraktiv wie das Parkett, der Korb und der Ball. Meine Aufgaben sind das allerdings schon. Mitverantwortlich zu sein, dass der Sport weiterhin in meiner Heimatstadt Hagen stattfindet und viele Menschen Basketball spielen können, schätze ich sehr und bin dankbar dafür. Fans und Sponsoren davon zu überzeugen, dass Basketball in Hagen eine wichtige Rolle einnimmt und sich dadurch vieles positiv entwickeln kann (nicht nur sportlich betrachtet), macht mir sehr viel Spaß.

Wk: Hast du nach deinem wohlverdienten Karriereende weitere Hobbys hinzugewinnen können?

Neben Enten füttern und Briefmarken sammeln, habe ich einem kleinen weißen Ball etwas Aufmerksamkeit geschenkt. Beim Golfen bin ich an der frischen Luft und bewege mich altersgerecht. Eine anspruchsvolle Sportart, bei der ein kleiner Ball es schafft, (ab und zu) sehr große Frustration in mir auszulösen.

Wk: Was würdest du jungen Basketballer/innen mit auf den Weg geben?

Wie bei vielen Dingen im Leben: ehrgeizig bleiben, sich nicht unterkriegen lassen sowie sich mit Spaß und Motivation nicht vom Weg abbringen lassen.

Wk: Welche Körperpartie würde am meisten schmerzen, wenn du heute spontan aufs Feld müsstest?

Welche nicht, das wäre die einfachere Frage. Durch das doch etwas unregelmäßigere Training, sind das schon ein bis zwei Baustellen, die sich melden. Manchmal frage ich mich, wie ich vor ein paar Jahren noch 15 bis 20 Minuten spielen konnte. Das bloße Zusehen verursacht schon Schmerzen. Ansonsten geht es mir aber sehr gut.

 

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