Phoenix Hagen: Der Weg in die ProA ist vorbereitet

Hagen. (AnS) Der Neuanfang ist gemacht: Phoenix Hagen ist auf dem Weg in die zweite Bundesliga ProA einen gewaltigen Schritt weiter gekommen. Auf einer Sponsorenversammlung am Mittwoch, 15. Februar, stellte Geschäftsführer Patrick Seidel das neue Konzept vor.
Ein erfahrenes und in Hagen bekanntes Dreigestirn soll zunächst die Phoenix-Geschicke leiten. Matthias Grothe – für viele keine Überraschung – wird Cheftrainer, Ex-Spieler Bernd Kruel soll sich um Sponsoring und Vertrieb kümmern, Wolfgang Röspel ist als Vereinsvorsitzender vorgesehen.
Als Finanzexperte soll Ahmet Yilmaz (bisher im Aufsichtsrat) fungieren, der aber noch nicht fest zugesagt hat. Ein weiteres, bisher noch unbekanntes Gesicht soll Röspel und Yilmaz unterstützen.
Durch diese Organisation – KGaA und Verein mit einem Vorstand – sollen vor allen Dingen Kosten gespart und Entscheidungswege einheitlich und schnell gehalten werden.
Neue Auflagen in der ProA
185.000 Euro als Sponsorengelder sind bereits zugesagt, benötigt werden aber rund 1 bis 1,5 Millionen Euro, um mindestens um einen mittleren Tabellenplatz mitzuspielen. Die zweite Liga hat sich in den letzten zehn Jahren verändert, neue Auflagen verlangen den Clubs einiges ab. Für Phoenix Hagen bedeutet das unter anderem konkret, dass eine Neuanschaffung des Parkettbodens ansteht.
Augenmerk auf Nachwuchs
Neben Grothe soll ein weiterer hauptamtlicher Trainer das Team zu sportlichen Höchstleistungen bringen, acht Profis werden durch zwei Perspektiv­spieler und vier Spieler aus der eigenen Jugend unterstützt. Spieler wie Pascal Zahner-Gothen, Alex Kortenbreer, Marcel Keßen oder auch Jonas Grof könnten – wenn es nach Phoenix-Wünschen geht – mit einem ProA-Vertrag in der Tasche aufs heimische Parkett zurückkehren. Vielleicht sieht man auch den einen oder anderen Ex-Feuervogel wieder. Und natürlich gilt ein besonderes Augenmerk – wie in den letzten Jahren auch – den Nachwuchstalenten.
Bestehende Kooperationen mit BG, Boele-Kabel, den Schwelmer Baskets, Kangaroos und Lüdenscheid sollen fortgesetzt werden. Wenn es das finanzielle Konzept zulässt, sollen auch während des Spielbetriebs Nachverpflichtungen möglich sein.
Das Ziel der Hagener ist hochgesteckt: Sie wollen innerhalb eines Dreijahresplans in die Bundesliga zurückzukehren.
Zuversicht auf Lizenzvergabe
Obwohl die Crailsheim Merlins einen Antrag gestellt haben, Phoenix Hagen die Lizenz für die ProA zu verweigern, ist Patrick Seidel zuversichtlich: „Ich habe eine schriftliche Zusage der Liga. Die Dinge, die bemängelt werden, sind zur kommenden Saison erfüllt.“
Am 15. April soll die Lizenz für die ProA beantragt werden, bis dahin sollen weitere Sponsorengelder – auch hier finden sich neue Strukturen – eingesammelt sein.
Neue Preise für Tickets
Für die Fans ist ein neues Ticket­konzept vorgesehen, die Preise der Saison 2017/2018 sind in allen Kategorien gesunken. Besonders die Dauerkartenbesitzer sollen besänftigt in die Spielzeit starten.
Die Fans sind es auch, die über ein neues Logo entscheiden dürfen. Dazu passt das Motto, das der Verein vorgibt: „Wir wollen kämpfen und siegen, für unsere Fans, für die Region und unsere Vision. Denn: Wir sind Hagen!“