Hagen. Der 14. Mai 2018 war ein guter Tag für die Feuervögel: Wie die 2. Basketball-Bundesliga mitgeteilt hat, erhält Phoenix Hagen die Lizenz für die kommende Saison 2018/2019 erstmals seit vielen Jahren ohne Auflagen.

Geschäftsführer Patrick Seidel: „Das ist ein wirklich guter Moment für uns. Wir dürfen davon ausgehen, dass unsere Lizenzierungsunterlagen besonders gründlich geprüft wurden. Umso erfreulicher ist das Ergebnis, welches Vertrauen schafft. Damit haben wir unser übergeordnetes Ziel erreicht, die Vergangenheit endgültig hinter uns zu lassen. Diesen positiven Schwung möchten wir nun für unsere tägliche Arbeit mitnehmen und die nächsten Schritte angehen.“

Denn auf Phoenix warten noch einige Herausforderungen. Neben der Verstärkung der Geschäftsstelle ab dem 1. Juli sind die Rahmenbedingungen für die ProA-Mannschaft, NBBL und JBBL in Form einer eigenen Trainingshalle anzugehen, um diese Strukturen mit Nachhaltigkeit zu stärken. Gleichzeitig gilt es den Mannschaftsetat zu erhöhen.

Mehr Geld für Spieler

„Wir haben unseren Etatansatz für 2018/2019 von 1,2 auf 1,35 Mio Euro brutto geringfügig angehoben. Diese Differenzsum­me benötigt es alleine schon, um alle bisherigen Verpflichtungen für die Mannschaft und die Organisation zu stemmen. Damit liegen wir im breiten Mittelfeld der Liga. Im reinen Teametat befinden wir uns sogar im unteren Mittelfeld, da wir durch unsere Hallensituation und das Eventmanagement sehr hohe Kosten und in Relation zu anderen Clubs weniger Budget im Team stecken haben. Hier wollen wir den Turnaround schaffen und uns kurzfristig als ständiges Playoff-Team in der Liga etablieren. Die Lizenz ohne Auflage ist hoffentlich ein Startschuss und ein gutes Signal für die lokale und regionale Wirtschaft, dass Phoenix auf einem guten Weg ist.“

Die neue Saison beginnt am 22. und 23. September. Trainingsstart ist bereits am 6. August.

Auch die nächsten Personalien stehen fest: Phoenix verpflichtete mit Marlin Mason den ersten Importspieler. Der 25-jährige Absolvent des Cleveland State College kommt aus Koblenz (Regionalliga Süd-West) zu den Feuervögeln. Der 2,01 Meter große und 100 Kilo schwere Power Forward erzielte in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 19,2 Punkte und 7,5 Rebounds bei 41 Prozent aus der Distanz.

Nach seiner erfolgreichen College-Zeit wechselte Mason nach Kanada, wo er für die Saint John Mill Rats in der NBL spielte. 2016/2017 kreuzten sich dann seine Wege mit Cheftrainer Kevin Magdowski bei den Kordall Steelers (Luxemburg), wo beide die Saison über zusammen arbeiteten.

„Mit Marlin Mason haben wir einen Spielertyp verpflichtet, den wir letzte Saison so nicht hatten. Er gibt uns mehr Athletik und Tiefe auf dieser Position und unserem Spiel damit eine neue Komponente“, ergänzt Geschäftsführer Patrick Seidel. Derreck Brooks hingegen wird kein neues Vertragsangebot erhalten. Die sportliche Leitung plant ohne ihn.