Phoenix künftig auf Aktien

Hagen. Im Rahmen eines Sponsorentreffens hat Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen am Donnerstag, 20. November 2014, weitreichende strukturelle Veränderungen angekündigt. Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Haensel, Geschäftsführer Oliver Herkelmann, Rechtsanwalt Dr. Thomas Streppel und Wirtschaftsprüfer Dr. Dietmar Cramer erklärten im Märkischen Bank-Forum, wie sich Phoenix Hagen den bevorstehenden Aufgaben stellen will.

„Bei den ständig wachsenden Anforderungen an einen Erstligisten brauchen wir jetzt eine tiefe Zäsur, um auch künftig strukturell und wirtschaftlich bundesligatauglich zu sein“, sagt Oliver Herkelmann. „Phoenix Hagen ist ein noch junges Projekt, das sich unglaublich schnell und positiv entwickelt hat. Zu Zweitligazeiten konnte die Struktur organisch mitwachsen, in der Basketball-Bundesliga sind die wirtschaftlichen Erfordernisse und die nötigen Kompetenzen aber ganz andere.“

Phoenix Hagen will darum auf neue Köpfe und auf eine neue Gesellschaftsform setzen. „Wir öffnen uns mehr denn je für Einflüsse von außen. Wir brauchen frischen Wind in den Gremien und müssen uns besser in der Region und darüber hinaus vernetzen als bisher“, so Herkelmann. Das heißt operativ: Es laufen konkrete Planungen zur Gründung einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (GmbH & Co. KGaA), die unter anderem auch die Fußballvereine Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin, 1.FC Köln, Hannover 96 oder SpVgg Greuther Fürth als Rechtsform gewählt haben.

„Nach Möglichkeit soll die Gründung der GmbH & Co. KGaA bis Januar erledigt sein“, erklärt Oliver Herkelmann an. Neben der Entschuldung der von Verbindlichkeiten aus zwei Hallenprojekten geplagten Phoenix Hagen GmbH und frischen Ideen bei der Weiterentwicklung des Projekts sieht Oliver Herkelmann in der neuen Gesellschaftsform einen weiteren wesentlichen Vorteil: „Wir werden durch die Kommanditgesellschaft auf Aktien noch transparenter und gewinnen sogar wieder etwas von einem klassischen Verein zurück. In einem weiteren Schritt ist zeitnah die Öffnung der KGaA für Kleinaktionäre – ob Sponsoren oder Fans – geplant. Wie bei einem Verein wird es auch eine Jahreshauptversammlung geben.“