Phoenix mit Optimismus gegen die Brose Baskets

Ole Wendt lieferte in Bamberg ein starkes Spiel ab. Durch die Verletzung von Davin White, der während des Spiels umknickte, bekam der Youngster über 22 Spielminuten, die er mit 16 Punkten, 6 Rebounds, 4 Assists und 1 Steal hervorragend nutzte. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. Vier Tage nach der 74:99-Auftaktniederlage in Bamberg wandert die Serie am Donnerstag, 9. Mai 2013, nach Hagen. Im Viertelfinale der Beko-BBL-Playoffs trifft Phoenix um 13.05 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland auf den Titelverteidiger Brose Baskets. Gespielt wird im Modus „Best-of-Five“: Wer zuerst drei Siege hat, erreicht das Halbfinale. Bamberg ist natürlich favorisiert.

Wohl noch nie war das Interesse an einem Spiel mit Phoenix-Beteiligung so groß. Und noch nie war die Chance so gut, auch ohne Karte möglichst viel davon mitzubekommen: SPORT1 zeigt die Partie live im TV. Ebenfalls vor Ort sein wird ein Team des ARD-Morgen- und Mittagsmagazins. Radio Bamberg überträgt das Spiel live im Hörfunk. Bereits am Mittwochabend wird der WDR zur Vorbereitung auf Spiel zwei in der Lokalzeit Dortmund ab 19.30 Uhr einen Bericht über die Feuervögel ausstrahlen und Geschäftsführer Oliver Herkelmann live zum Interview ins Studio bitten.

Große Probleme hatten die Feuervögel mit dem Parkettboden in Bamberg. Gleich reihenweise rutschten die Hagener – wie hier Larry Gordon – aus, während die Heimmannschaft komischerweise keine Schwierigkeiten zu haben schien. Der US-Amerikaner hatte letzte Woche noch vor dem Spiel in Bamberg übrigens seinen Vertrag bei Phoenix Hagen um zwei Jahre verlängert. (Foto: Jörg Laube)

Phoenix verlor unglücklich

30 Minuten lang konnte Phoenix Hagen den Hauptrundenersten aus Bamberg am vergangenen Sonntag ärgern. 64:62 führten die westfälischen Gäste zur Verwunderung der 6.800 Zuschauer in der ausverkauften Stechert-Arena nach drei Vierteln. Doch in den letzten sechs Minuten ging gar nichts mehr. Bamberg legte defensiv weiter zu und Phoenix versuchte mit aller Gewalt, mit schnellem Spiel den Anschluss zu halten. Damit rannten die Feuervögel den Baskets am Ende ins offene Messer – und verloren mit 74:99 viel höher, als es der Spielverlauf hergab.

„Bamberg ist der deutsche Meister und hat in eigener Halle gespielt. Wir sind sehr unerfahren, was die Playoffs angeht. Im zweiten und im dritten Viertel sind wir nach Rückständen gut zurückgekommen, den dritten höheren Rückstand im letzten Viertel haben wir dann nicht mehr verkraftet. Da sind alle Dämme gebrochen“, weiß Trainer Ingo Freyer.

David Bell mühte sich gegen die Brose Baskets nach Kräften, aber auch seine 17 Punkte (50 Prozent Dreierquote) konnten die Niederlage nicht verhindern. (Foto: Jörg Laube)

Mit Optimismus am Ischeland

Gemeinsam mit dem Team wurden im Rahmen eines Videostudiums die Probleme analysiert: „Bamberg war sehr gut vorbereitet. Wir haben zwar sehr intensiv gespielt, aber nicht immer gut. Zudem kam die Überlegenheit der Brose Baskets unter den Körben zu stark zur Geltung.“

Freyer ist aber durchaus optimistisch für Donnerstag: „Einige Spieler können sich sicherlich noch steigern, haben unglücklich agiert. David Bell und Larry Gordon waren okay, Ole Wendt und Dino Gregory stark. Wir müssen besser in die Partie kommen als im ersten Spiel und mental stärker sein in einigen Situationen.“ Die Hagener hoffen am Donnerstag auch auf einen voll einsatzfähigen Davin White, der in Bamberg mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen hatte.

Massey verlässt Feuervögel

Nicht mehr zum Einsatz kommt für die Brose Baskets Jeremiah Massey. Unmittelbar vor Beginn der Beko-BBL-Playoffs wurde der Vertrag mit dem Forward aufgelöst. Massey wechselte in den Libanon. „Für uns war nach einiger Zeit klar, dass die Zusammenarbeit mit Jeremiah nicht passt – nichtsdestotrotz wünschen wir ihm alles Gute für seinen weiteren sportlichen Weg. Wir konzentrieren uns mit der Mannschaft, die wir jetzt haben, voll und ganz auf die Playoffs“, begründet Trainer Chris Fleming die Entscheidung.