Phoenix zeigt gegen Würzburg gute Leistung

Hagen. Es sollte ein Geburtstagsgeschenk für Hallensprecher
Hans-Uwe Schröer werden, doch mit dem ersten Sieg der Saison für
Basketballbundesligist Phoenix Hagen wurde es wieder nichts.
Dabei hatte es in den ersten beiden Vierteln sehr gut ausgesehen. Das
Team zeigte sich vor 3.062 frenetisch unterstützenden Zuschauern kämpferisch,
traf aus allen Lagen und ging schnell mit 12:1 in Führung.
Auch in der Defensive stand Hagen wie eine Festung – die Gäste benötigten
mehr als drei Minuten für ihren ersten Punkte aus dem Feld. Insbesondere
mit Distanztreffern von Bell und Hass dominierte Phoenix das erste Viertel, das
mit 24:16 endete.
In Durchgang zwei verkürzte Würzburg kurzzeitig auf fünf Zähler. In einer
positiv hitzigen Atmosphäre erkämpften sich die Feuervögel aber schnell wieder
einen hohen Vorsprung. Zwischenresultat: ein komfortables 47:34 zur Pause.
Doch dann kam das berüchtigte dritte Viertel, in dem schon manches
Phoenix-Spiel verloren ging. Würzburg holte auf und ging in der 28. Minute zum
ersten Mal in Führung und baute auf einen Vorsprung von neun Punkten aus. Doch
die Feuervögel gaben nicht auf, kamen wieder heran und glichen auf 70:70 aus.
Doch dann summierten sich mal wieder die kleinen Fehler, entscheidende Würfe,
zum Beispiel durch Trent Plaisted, verpassten ihr Ziel. Das Hagener Team verlor
schlussendlich mit 89:99.
Die Fans feierten trotzdem: Sie honorierten trotz der Niederlage und noch
lange nach der Schlusssirene die Leistung ihrer Mannschaft, die ihr furioses
Tempo nicht bis zum Schluss halten konnten.
Ein enttäuschter Ingo Freyer bemängelte „In der zweiten Hälfte fehlten uns
leider Qualität und Intensität im Eins-gegen-eins. Wir haben nach der Pause zwar
offensiv gut angefangen, aber defensiv war unsere Brust einfach nicht breit
genug. Das war ein großes Manko. Würzburg ist so ins Spiel gekommen. Offensiv
hatten wir hingegen keinen Rhythmus mehr. Wir haben zudem unterirdisch Freiwürfe
geschossen, selbst unsere besten Werfer.“
Die nächste Partie findet am 4. November gegen Alba Berlin statt. Ob der
Kader von Phoenix dabei der alte sein wird, ist allerdings fraglich.