Piraten-Kapitän Knitterbart in Hohenlimburg

Hohenlimburg. (zico) „Pirat spielen – das ist doch ein richtiger Jungenstraum“, sagt Markus Beer auf die Frage, warum das Theater „Pfifikuss“ nach zwei „Pettersson & Findus“-Darbietungen sowie dem Janosch-Stück „Oh wie schön ist Panama“ diesmal mit Käpten Knitterbart in See sticht. Und Käpten Knitterbart ist, wenn man der Autorin Cornelia Funke glaubt, der wildeste aller Piraten. Wenn sein Schiff am Horizont erscheint, zittern alle ehrlichen Seeleute vor Angst wie Wackelpudding…

Von Familien für Familien

Ein Stoff also, so recht geschaffen für die spielfreudige Truppe des „Theaters von Familien für Familien“, wie sich „Pfifikuss“ auch gern bezeichnet. Der Hohenlimburger Ralf Schlüter, vielen heimischen Theaterfreunden als oftmaliger Hauptdarsteller in Stücken des Amateurtheaters „Mummpitz“ bekannt, lernte Markus Beer über die Naturbühne Hohensyburg kennen, denn Beer ist dort für die Kinderstücke verantwortlich.

Und weil Schlüter dort gern einmal mit seiner theaterbegeisterten Tochter Sophie (14) gemeinsam auf den Brettern stehen wollte, kam man in Kontakt. Aus der gegenseitigen Sympathie erwuchs der Gedanke, gemeinsam Kinderstücke auf die Bühne zu bringen. Lukas Beer, achtjähriger Sohn von Markus, komplettiert das darstellerische Quartett.

Piratenbart zittert vor Angst

Wenn Lisa (Sophie Schlüter) und Benni (Lukas Beer) ihre Phantasie fliegen lassen, dann sind sie schnell in der aufregenden Welt der sieben Meere – dort, wo die Piraten ihr Unwesen treiben. Käpten Knitterbart ist der gefurchteste Pirat der Weltmeere. Genauer gesagt: Das war er mal. Nein, er ist nicht tot. Ihn gibt es noch. Er ist nur nicht mehr so gefürchtet. Wie es dazu kam? Na, das ist eine lange Geschichte, in der ausgerechnet ein kleines Mädchen dafür sorgt, dass dem bösen Piraten der Bart vor Angst mal so richtig zittert.

Genau diese Geschichte erzählt das Theater Pfifikuss den kleinen und großen Besuchern. „Es ist ein großartiges Stück mit einer guten Moral. Die Kinder sind mit Begeisterung bei der Sache, und wir brennen nun darauf, endlich vor das Publikum treten zu können“, berichtet Ralf Schlüter von den intensiven, gut zweimonatigen Proben. Während Markus Beer den nicht ganz so furchterregenden Käpten Knitterbart gibt, schlüpft Ralf Schlüter in verschiedenste Piratenrollen – ist mal als fieser Freddy, dann als einäugiger Bill oder auch als Säbel-Tom zu sehen. Dafür, dass auch in Sachen Ausstattung alles stimmt und eine umsichtige Regie für jede Menge Spannung und Spaß sorgt, zeichnet Alexandra Beer, Gattin von Markus, verantwortlich.

Vier Termine im Werkhof

An vier Terminen im Hohenlimburger Werkhof, Herrenstraße 17, kann man dabei sein, wenn Käpten Knitterbart und seine Bande vor Anker gehen und so richtig die Sau rauslassen.

Premiere ist am Samstag, 2. November 2013 um 16 Uhr. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 3. November, 17 Uhr, am Samstag, 9. November, 17 Uhr, und am Sonntag, 10. November, 17 Uhr. Karten gibt‘s im Vorverkauf unter anderem im Werkhof-Kulturbüro, Telefon 02334 / 929-190, sowie beim wochenkurier Hagen, Frankfurter Straße 90.