Playoff-Spiel Nummer zwei: Kann Phoenix Vechta ärgern?

Rund 150 Hagener hatten sich am letzten Samstag auf den Weg nach Vechta gemacht. Im ausverkauften „Rasta-Dome“ kochte die Stimmung. (Foto: Jörg Laube)

Hagen. (cs) Phoenix Hagen steht seit Samstag, 7. April, im Viertelfinale der ProA-Playoffs. Da die Feuervögel die Saison auf Tabellenplatz acht beendet hatten, steht ihnen kein geringerer als Spitzenreiter Rasta Vechta in den Playoffs gegenüber. Die Mannschaft, die innerhalb von bis zu fünf Partien als erste drei Siege erringt, zieht ins Halbfinale ein. Spiel Nummer eins ging mit 104:76 (55:30) deutlich an die bärenstarken Niedersachsen um Kapitän und Routinier Dirk Mädrich.

Zwei Viertel reichten nicht zum Sieg

Die Hagener konnten in Spiel eins sowohl das erste (22:21) als auch das dritte Viertel (27:17) gewinnen, jedoch schlugen die anderen beiden Spielabschnitte hart ins Kontor. Im zweiten Viertel gelang Phoenix Hagen so gut wie nichts und die Gastgeber aus Vechta drehten mächtig auf, bis zur Halbzeit ein 55:30-Rückstand auf der Anzeigetafel stand.

Die zweite Spielhälfte begann für Phoenix mit einem Herrera-Korbleger zum 57:32 nach guten anderthalb Minuten. David Godbold verkürzte den Rückstand noch auf 57:34, bevor David Gonzalves für Vechta zum 60:34 traf. Ein Dreier von Kapitän Spohr brachte die Feuervögel auf 60:39 heran, was Vechta-Coach Douglas Spradley zur Auszeit animierte.

Auch die 20er-Marke unterschritten die Hagener endlich wieder, nachdem Joel Aminu sich bis zum Korb durchkämpfte und für das 65:47 sorgte. Dominik Spohr setzte noch einen drauf und traf zum 65:50 (3:49 Minuten). Das Viertel endete letztlich 72:57, Hagen entschied diesen Spielabschnitt mit 27:17 allerdings deutlich für sich.

Alex Herrera (2.v.l.), unlängst Spieler des Monats geworden, war auch in Vechta wieder einmal Topscorer der Feuervögel mit 18 Punkten. (Foto: Jörg Laube)

Das letzte Viertel begann noch ausgeglichen, als Vechta jedoch zum Endspurt antrat und knappe drei Minuten vor Schluss zum 98:71 traf, brachte Phoenix-Cheftrainer Kevin Magdowski seinen Nachwuchs um Jasper Günther, Jonah Bredt und Max Fouhy aufs Parkett, um „die müden Knochen der anderen für Mittwoch zu schonen“.

Der 104:76-Niederlage entlockte der gebürtige Berliner nach der Partie aber auch Positives: „Der Ballbewegeung und der Unberechenbarkeit hier in Vechta über 40 Minuten standzuhalten, ist sehr schwierig. Wir hatten uns vorgenommen, gut zu beginnen; ich denke, dass uns das auch gelungen ist. Wir sind sowohl ins erste, als auch ins dritte Viertel fokussiert und hart gestartet. In Vechta einen 30-Punkte-Rückstand noch einmal zu reduzieren, ist stark. Wenn man mir vorher gesagt hätte, dass man hier zwei Viertel gewinnt, hätte ich das nicht unbedingt geglaubt. Leider haben wir die anderen beiden Viertel zu hoch abgegeben.“

Spiel zwei am Mittwoch, Spiel drei am Samstag

Die nächsten Chancen, sich bei Rasta Vechta für den misslungenen Playoff-Auftakt zu revanchieren, hat Phoenix Hagen am heutigen Mittwoch, 11. April, um 19.30 Uhr und am Samstag, 14. April, um 19.30 Uhr in Vechta. Sollten die Rastas beide Spiele für sich entscheiden, ziehen sie ins Halbfinale der Playoffs ein. Bei einem Phoenix-Sieg am Mittwoch oder Samstag, würde es am Montag, 16. April, in der Arena am Ischeland weitergehen. Und genau das ist das Ziel von Kevin Magdowski und seinen Feuervögeln: „Wir haben uns jetzt vorgenommen, ein zweites Heimspiel in dieser Serie zu spielen“ ist das Statement einen Tag vor Spiel zwei der „Best-of-Five-Serie“ gegen Rasta Vechta.

Tickets für alle Partien gibt es – wie immer – online unter reservix.de, in der Geschäftsstelle von Phoenix (Funckestraße 38/40) und unter anderem beim Wochenkurier, Körnerstraße 45 in Hagen.