"Playoffs reloaded"

Hagen. Es wird meisterlich bei Phoenix Hagen: Mit den Brose Baskets gastiert am Samstag, 5. April 2014, der Titelträger der vergangenen vier Spielzeiten an der Volme. Sprungball ist um 19 Uhr in der Enervie-Arena am Ischeland. Als die Bamberger das letzte Mal aus „Freak City“ nach Hagen reisten, hieß es noch „Playoffs, Baby“. Die Feuervögel verloren das vierte Spiel im Viertelfinale am 15. Mai 2013 mit 75:92.

Im Mai letzten Jahres kam es in den Playoffs im Heimspiel gegen Brose Bamberg zu einem Sieg vor heimischem Publikum. Nicht nur David Bell (l., gegen den Bamberger Maik Zirbes) konnte damals glänzen. (Foto: Jörg Laube)
Im Mai letzten Jahres kam es in den Playoffs im Heimspiel gegen Brose Bamberg zu einem Sieg vor heimischem Publikum. Nicht nur David Bell (l., gegen den Bamberger Maik Zirbes) konnte damals glänzen. (Foto: Jörg Laube)

Während Hagen nun um den erneuten Einzug in die Playoffs kämpft, ist Bamberg bereits dafür qualifiziert. Überhaupt läuft es in der Liga gerade bestens für die Mannschaft von Chris Fleming: Von den letzten 13 Spielen konnten die Brose Baskets zwölf für sich entscheiden (das Nachholspiel bei den Fraport Skyliners findet am heutigen Mittwoch statt). Nur beim direkten Konkurrenten Alba Berlin setzte es am 15. März eine 58:70-Schlappe. Die Albatrosse scheinen so etwas wie ein Angstgegner für Bamberg zu sein: Auch im Halbfinale des Beko-BBL-Top-Four in Ulm waren die Baskets den Hauptstädtern unterlegen (67:83).

Brandgefährlich: Jamar Smith

Immerhin sicherten sich die Oberfranken beim 79:73 gegen den FC Bayern Basketball dann den 3. Platz im Pokal-Endturnier. Ein wichtiges Zeichen im Duell der beiden „Supermächte“: Waren die Baskets in den vergangenen Jahren noch weitestgehend konkurrenzlos, zeichnet sich München neben Berlin nun als ärgster Rivale im Titelkampf ab. Ein wichtiger Faktor im Bamberger Spiel ist normalerweise Anton Gavel. Der Deutsch-Slowake ist mit durchschnittlich 13 Punkten pro Partie Top-Scorer der Mannschaft. Gavel, der viel von der Seele des Baskets-Spiels ausmacht, zog sich im Pokal allerdings eine Knieverletzung zu und wird in Hagen ausfallen.

Doch die Bamberger haben Alternativen: Als siebter Ausländer rutscht Point Guard John Goldsberry ins Team – und auch Nationalspieler Karsten Tadda freut sich über mehr Einsatzminuten. Hinzu kommt der brandgefährliche Shooter Jamar Smith (10,2 Punkte).

Jordan neu bei Bamberg

Zusätzlich verpflichteten die Baskets Ende Februar mit Jared Jordan den Top-Vorlagengeber der Liga (7,8 Assists pro Spiel). Als Ersatz für Zackary Wright kam Jordan von Telekom Bonn nach Bamberg. Casey Jacobsen (8,0 Punkte) ist seit Jahren eine weitere unverzichtbare Stütze des Teams. Gemeinsam mit dem athletischen Rakim Sanders (9,3 Punkte) besetzt er die Flügelposition.

Als Power Forwards fungieren Sharrod Ford (8,6 Punkte) und Ex-Lakers-Spieler Elias Harris (11,8 Punkte). Block-Monster D’Or Fischer (10,3 Punkte, 6,0 Rebounds, 2,6 Blocked Shots) und Nationalspieler Maik Zirbes (8,8 Punkte) sind für die Centerposition vorgesehen.

Heimstarke Hagener

Nicht nur zuletzt gegen Bonn (82:77), auch in den Spielen davor demonstrierte Phoenix Hagen seine Heimstärke. Der Triumph gegen Alba Berlin, Mark Dorris‘ „Buzzer Beater“ gegen die s.Oliver Baskets und der starke Auftritt bei der knappen 76:82-Niederlage gegen den FC Bayern haben gezeigt, dass es für die Gegner durchaus angenehmere Spielorte gibt als Hagen. Ob es für Phoenix dabei ein Vorteil sein wird, dass das Team zwei Wochen Pause hatte, während Bamberg dreimal ran musste, wird sich zeigen.

„Der Break hat uns ganz gut getan“, sagt Coach Ingo Freyer, der nur zu genau weiß, was auf seine Jungs in der Zeit vom 5. April bis zum 1. Mai 2014 zukommt: „Da haben wir sieben Spiele, das ist ein stolzes Programm für uns.“