Politik und neuer Glanz

Hagen. (san/ME) Die Polizei ließ wie immer nicht locker, es herrscht Aufbruchstimmung sowohl in der Einkaufswelt als auch bei zahlreichen Abiturienten, ein Ratsbeschluss stößt viele aktive Sportler in der Volmestadt vor den Kopf. Und ein bislang mächtiger Politiker – Mark Krippner – steht vor seinem Scherbenhaufen.

Shopping-Mall im neuen Glanz

Lange wurde gewerkelt und umgebaut – seit Mittwoch erstrahlt die Volme-Galerie mit mehreren neuen Mietern samt wiedereröffnetem Traditionskaufhaus Sinn-Leffers in neuem Glanz.

So haben die Hagener nun ein noch größeres Shopping-Angebot, um modisch in den Frühling aufzubrechen. Immerhin lockt Sinn-Leffers auf rund 5000 Quadratmetern die Kunden an.

Eröffnet wurde übrigens „dreigeteilt“: am Mittwoch mit einem VIP-Empfang, am Donnerstag für „Stammkunden“ und am Freitag für die Allgemeinheit.

Hand in Hand mit der Wiedereröffnung geht das soziale Engagement des Modehauses. Begünstigt durch die Lage unmittelbar vor dem Haupteingang der neuen Sinn-Leffers-Filiale übernimmt der Fashionretailer die Patenschaft für den Mataré-Brunnen und ist somit für dessen Instandhaltung zuständig. Der Brunnen ist Anziehungspunkt für Jung und Alt – so wie auch Sinn-Leffers.

Sport: Pauschale

Mit den kompletten Stimmen von CDU, Grünen, FDP und Hagen-Aktiv ist in der Ratssitzung am Donnerstag die Einführung einer Gebühr für die Nutzung städtischer Sportstätten entschieden worden.

Die Vereine sollen zukünftig für jeden erwachsenen Sporttreibenden einen Obolus entrichten, den diese wohl oder übel auf die Mitgliedsbeiträge werden umlegen müssen. Der Stadtsportbund (SSB) hatte sich bis zuletzt vehement gegen diese Entscheidung argumentativ zur Wehr gesetzt und bereits angekündigt, dass dieser Beschluss nicht stillschweigend „geschluckt“ werde.

In seiner bevorstehenden Mitgliederversammlung am 8. April werde er die weitere Vorgehensweise mit seinen Mitgliedsvereinen beraten und sicherlich dazu einhergehende Beschlüsse fassen, hieß es vom SSB-Vorstand.

Die Sportstättengebühr war Bestandteil des Gesamtsparpakets (4,3 Millionen Euro in diesem Jahr), dem die Vierer-Allianz nun zugestimmt hat. Darin ist auch die Entscheidung zu einer Verringerung der Mitgliederzahlen von Rat und Bezirksvertretungen enthalten.

Den dicksten Batzen soll übrigens schlussendlich die Kultur einsparen – vor allem das Theater muss „bluten“.

Noch kein Rücktritt

Mit Rücktrittsforderungen sieht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Hagener Rat, Mark Krippner, konfrontiert. Wie aus Kreisen der Sozialdemokraten zu vernehmen ist, will eine Mehrheit in der Fraktion möglichst bald einen neuen Vorsitzenden inthronsieren.

Auch SPD-Parteichef Timo Schisanowski hält Krippners Rücktritt für dringend geboten. Krippner hat sich indes geweigert, diesen Schritt zu vollziehen. Ein entscheidender Tag könnte der 4. April werden – bis dahin will Krippner versuchen, alle Akteure doch noch auf seine Seite zu ziehen.

Gezielte Kontrollen

Das Thema „Wohnungseinbruch“ ist nach wie vor für die Hagener Polizei aktuell. So setzt sie bei dessen Bekämpfung auf gezielte Präsenz- und Kontrollaktionen.
So auch am Dienstag. Von den Vormittagsstunden an waren Beamte des Polizeipräsidiums Hagen mit Unterstützung einer Einsatzhunderschaft über mehrere Stunden in den Hagener Stadtbezirken unterwegs.

Bei den Kontrollen wurden insgesamt 323 Personen und 292 Fahrzeuge überprüft. Dabei fiel ein 23-jähriger Mann auf, gegen den ein Haftbefehl bestand. Außerdem wurde ein 30-Jähriger wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthalts festgenommen. Darüber hinaus ergaben sich wertvolle Hinweise, die von der Hagener Kriminalpolizei noch genauer ausgewertet werden.

Schulschluss

Aufbruch in neue Freiheiten – das feierten Hagens Abiturienten seit Montag mit der „Mottowoche“. Jeden Tag gab es an den Gymnasien eine andere Verkleidungsidee oder Schabernack, der auch die unteren Jahrgangsstufen mit erheiterte. Am gestrigen Freitag fand dann der definitiv letzte reguläre Schultag statt und wurde ausgiebig gefeiert. Gleichwohl – die Abiturklausuren müssen natürlich noch geschrieben werden.