Positive Signale vom Regierungspräsidenten

Hagen. (ME) „Besser miteinander reden statt übereinander – und damit das kollegiale Miteinander nachhaltig stärken!“ – Getreu dieser Maxime von Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann tagte am Dienstag auf Einladung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Führungsriege der Bezirksregierung Arnsberg zusammen mit dem Hagener Verwaltungsvorstand im Rathaus an der Volme.

In – so heißt es – „offener Gesprächsatmosphäre“ tauschte man sich dabei knapp drei Stunden lang unter anderem über den städtischen Haushalt, Veränderungen bei den Schulstrukturen sowie die Flüchtlingssituation in Hagen aus. Insbesondere mit Blick auf die gerade erst von Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann in Arnsberg vorgelegte Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes für das kommende Jahr gab es positive Signale. Ferdinand Aßhoff, Leiter der Kommunalaufsicht, lobte nicht nur den „konstruktiven Dialog“ mit der Stadt Hagen, sondern deutete zugleich an, dass der Haushalt 2015 aller Voraussicht nach „durchgehen würde“.

Gemeinsam mit Regierungspräsident Dr. Bollermann mahnte er aber auch an, dass alle vom Rat gefassten Spar-Beschlüsse auch zwingend von der Verwaltung umgesetzt werden müssten.

Center gesucht

So schnell kann sich die Personalsituation ändern: Am vergangenen Wochenende teilte Oliver Herkelmann, Geschäftsführer von Phoenix Hagen, mit, dass die Bundesliga-Basketballer ihren Kader verändern. Im Klartext: Der Vertrag mit Flügelspieler Nikita Khartchenkov wurde aufgelöst. Gleichzeitig startete die Suche nach einem sechsten ausländischen Spieler. Dessen Finanzierung ist mittlerweile sichergestellt. Klar ist: Es wird sich um einen ausländischen Spieler handeln. Phoenix Hagen hat das erste Drittel der Saison mit nur fünf US-Amerikanern absolviert.

Stadtsportbund gegen Umlage

Ein „Offenes Schreiben“ hat der Stadtsportbund (SSB) Hagen an alle Mitglieder des Sport- und Freizeitausschusses, des Rates der Stadt Hagen und an alle im Rat der Stadt Hagen vertretenden Parteien und Gruppierungen verschickt. Darin weist der SSB noch einmal darauf hin:

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes Hagen lehnt die von der Verwaltung der Stadt Hagen vorgeschlagene Einführung einer ’Energie- und Bewirtschaftungsumlage für Sportflächen/ Erwachsene und Beteiligung der Schwimmvereine’ mit deutlichem Nachdruck geschlossen ab.

Insbesondere die Mitglieder des Sport- und Freizeitausschusses werden zunächst aufgefordert, die Vorlage der Verwaltung mit deutlicher Mehrheit abzulehnen. Auf Basis aller bis zur entscheidenden Ratssitzung am 11.12.2014 erfolgten politischen Abstimmungen, werden die übrigen Mitglieder des Rates der Stadt Hagen ebenfalls nachdrücklich aufgefordert, diese Verwaltungsvorlage abzulehnen und damit die Tür für eine Energie- und Bewirtschaftsumlage für den Sport in Hagen geschlossen zu halten.

Alle politischen Gruppierungen im Rat der Stadt Hagen sollten sich noch einmal gut überlegen, ob sie mit einem solchen Beschluss dem Gemeinwohl einer Stadt wie Hagen nicht einen Bärendienst erweisen würden.

Denn es gehe auch um die Existenzfrage mancher Vereine. Die finanziellen Belastungen der Hagener Sportvereine und ihrer Mitglieder durch die geplante Einführung einer „Energie- und Bewirtschaftungsumlage“ sei nicht hinnehmbar.