Problem Aids

Hagen. (BMal) Immer mehr Deutsche haben HIV (Aids). Vor wenigen Tagen erfuhren wir die neuesten Zahlen: Knapp 80.000 Bürger und Bürgerinnen wurden Ende 2012 HIV-positiv getestet – fast fünfmal mehr als in den 1990er Jahren. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer.

Zwar sterben weniger Menschen aufgrund dieses schrecklichen Leidens. Doch die Zahl derer, die sich neu mit dem Virus anstecken, bleibt nach wie vor hoch. Außerdem haben auch andere sexuell übertragbare Infektionen (englisch abgekürzt: STI – für sexually transmitted infections) in den letzten Jahren europaweit zugenommen.

Während die Schutzmöglichkeiten vor einer Ansteckung mit dem Aids-Virus (HIV) in der deutschen Bevölkerung nahezu allen Menschen bekannt sind, besteht bei den STI noch ein erheblicher Informationsbedarf. Das Heimtückische an vielen STI ist, dass sie oft keine oder kaum wahrnehmbare Beschwerden verursachen. Unbehandelt haben aber Syphilis, Tripper, Chlamydien und ihre „Verwandten“ oft schwer wiegende Folgen. Einige können bei chronischem Verlauf zu Unfruchtbarkeit führen. Nicht zu vergessen, dass diese Infektionen die Schutzbarrieren des Körpers verletzen. Damit kann wiederum die Gefahr, sich mit HIV zu infizieren, um das Zwei- bis Zehnfache steigen.

Wie schützt man sich am besten vor STI und HIV? Welche Anzeichen deuten auf eine Infektion hin?

Wer hierauf Antworten sucht, wird beim Experten-Telefon fündig, das nächste Woche auf Bitten des wochenkurier besetzt sein wird. Auskunft zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten geben Dr. Dorothee Köpsell und Thomas Weßling als Berater der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am Donnerstag, 21. November 2013, von 15 bis 17 Uhr unter der Festnetz-Nummer 0221 / 892-031. Die Fragen können selbstverständlich anonym gestellt werden.

5. Internationale AIDS-Tanz-Gala

Ein weiterer Hinweis sei an dieser Stelle gestattet: Am Sonntag, 24. November, startet um 19.30 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters an der Elberfelder Straße die 5. Internationale AIDS-Tanz-Gala. Ricardo Fernando hat 1998 als Ballettchef in Bremerhaven diese Tanz-Gala ins Leben gerufen, sie nach Regensburg und schließlich nach Hagen getragen. Dank eines großartigen Programms hat die die Tanz-Gala im zweijährigen Rhythmus bereits bedeutende Summen an die AIDS-Hilfe Hagen übergeben können.

Auch in dieser Saison hat der Hagener Ballettchef internationale Tänzerinnen, Tänzer und Compagnien eingeladen, um gemeinsam einen spektakulären Abend zu gestalten. Der Einladung von Ricardo Fernando folgen unter anderem das „Quorum Ballet“ aus Lissabon, Portugal, „Norrdans“ aus Schweden, die „James Wilton Dance Company“ aus Schottland sowie aus Deutschland die Staatliche Ballettschule Berlin, die Delattre Dance Company (Mainz), die Tanz-Kompanie BO-Komplex aus Bonn, das Ballett des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken, das Ballett am Rhein (Düsseldorf), die Tanzcompagnie Gießen und das Ballett Eisenach. Selbstverständlich wird auch das Hagener Ballett bei der Gala auftreten. Alle Künstler treten ohne Gage auf, so dass der Erlös der Gala vollständig dem guten Zweck dient. Wie in jedem Jahr kann die AIDS-Tanz-Gala nur aufgrund des finanziellen Engagements vieler großzügiger Sponsoren stattfinden.

Kartenreservierung per E-Mail an adaora.geiger@stadt-hagen.de oder telefonisch unter 02331 / 207-207.