Räumung des Friedenszeichens

Hagen. Der Verein „Hagener Friedenszeichen“ ist betroffen
darüber, dass am Freitag, 7. Oktober 2016, Kerzen, Blumen und Friedenssymbole
vom Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße entfernt wurden. „Wir kritisieren,
dass diese Räumung stattfand, bevor mit der BV Mitte ein Gespräch über mögliche
Lösungen stattfinden konnte“, erklärt dazu Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender
des Vereins.
Seit über einem Jahr findet am Friedenszeichen eine Dauermahnwache statt, die
Menschen zum Nachdenken, Reden und zum Meditieren über Krieg und Frieden
einlädt. Der Verein „Hagener Friedenszeichen“ hat diese Aktion nicht ins Leben
gerufen, aber stets die Gruppe „Friedensmahnwache Hagen“ in ihrem Anliegen
unterstützt. Das Friedenszeichen wurde dadurch lebendig, wurde sichtbar und
bewegte jeden Tag viele Menschen dazu, kurz innezuhalten, der Opfer von Krieg
und Terror zu gedenken, über den Wahnsinn von Gewalt nachzudenken. In den Abend-
und Nachtstunden kamen oft Jugendliche vorbei und ließen sich in Gespräche ein.
Für Flüchtlinge, besonders aus Syrien, wurde es Anlaufstelle, um Trauer und Zorn
über den Krieg in ihrem Land auszudrücken. Das mit Kerzen geschmückte
Friedenszeichen wurde für Touristen aus anderen Teilen Deutschlands und dem
Ausland zu einem Markenzeichen der Stadt, das für sie einzigartig ist.
Gespräch gesucht
Der Verein „Hagener Friedenszeichen“ sucht das Gespräch mit der
Bezirksvertretung Mitte, um zu einem tragfähigen Kompromiss zu finden. Dabei
sollten nicht Belange der Stadtsauberkeit im Mittelpunkt stehen, sondern die
Frage, wie das Friedenszeichen lebendig bleiben kann. Die Steine im Pflaster
werden zu wenig wahrgenommen.