„Rares“ aus Hagen: Mit Horst Lichter am Kicker

[1/2] Den Erlös

[1/2] Den Erlös, den Hubertus Groppe bei „Bares für Rares“ für seinen „antiken“ Kicker erhalten hat, hat er zum Teil in eine Sattlermaschine für seine Eppenhauser Kunsthandwerkstatt investiert. (Foto: Christina Schröer) [2/2] Diesen Kicker hat Hubertus Gr

Hagen. (cs) Als Hubertus Groppe vor über zehn Jahren seinen 40. Geburtstag feierte, war der große Kickertisch aus den 1960er/1970er Jahren ein Highlight auf dem Gabentisch. Mit der Zeit trat jedoch etwas in sein Leben, das ihm noch mehr wert wurde als das Retro-Schmuckstück: 2016 heiratete er seine Frau „und da musste der Kicker Weichholzmöbeln weichen“, wie Groppe schmunzelnd erzählt.
Als Fan der ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“ lag die Idee nahe, das gute Stück Horst Lichter und seinen TV-Händlern anzubieten, die mit ihrer Show seit geraumer Zeit einen regelrechten Boom erleben.
Hockeykicker
Im Dezember letzten Jahres bewarb sich Hubertus Groppe dann tatsächlich und wurde Ende Februar zum Drehtermin ins Pulheimer Walzwerk eingeladen. Die Expertise, die immer zu Anfang eines Beitrages erfolgt, übernahm in Groppes Fall der Spielzeugexperte Sven Deutschmanek. Eine dreistellige Summe war angedacht, „plus die zehn Mark, die in Pfenningen noch im Kicker steckten“, scherzt Groppe.
Beim Wunschbetrag wurden sich Experte und der Hagener rasch einig, zudem stellte sich heraus, dass es sich um einen Hockeykicker handelte. Nach erfolgreicher Begutachtung der Antiquität erhielt Hubertus Groppe dann die begehrte Händlerkarte, die Moderator Horst Lichter nur jenen Gästen aushändigt, denen Zutritt zum Händlerraum gewährt wird
„Das Ding geht in die Eifel“
Publikumsliebling „Waldi“, der einen Antiquitätenladen in der Eifel besitzt und für gewöhnlich in jeder Sendung mit einem Gebot von 80 Euro startet, sei besonders vernarrt in den alten Kicker gewesen. „Datt Ding geht in die Eifel“: Der Satz, den man nur allzu oft von ihm hört, galt auch dem Schmuckstück aus Hagen.
Doch interessiert war nicht nur „Waldi“. Wenn am Montag, 4. September, um 15.05 Uhr Hubertus Groppe im ZDF über den Bildschirm flimmert, dürfen sich die Zuschauer auf ein echtes Bietergefecht freuen.
„Ich habe zwischendurch erwähnt, dass ich eigentlich auf eine ordentliche Ablösesumme für die Mannschaft hoffe“, erklärt der Hagener sein Konzept für die Versteigerung. Für wie viel Geld der Retro-Kicker von Groppe am Ende verkauft wurde, will der Raumausstatter am Montag erst beim „Rudelgucken“ im Crocodile, Mittelstraße, mit Freunden und Bekannten preisgeben.