Raser, Fördergeld, Kontrollen: Das war Hagens Woche

Hagen. (AnS) Das Thema „Unfälle und viel zu schnelles Fahren“ stand in Hagen in dieser Woche hauptsächlich auf der Tagesordnung: Zum einen verunglückte ein Motorradfahrer in der Innenstadt, zum anderen begann der sogenannte „Raserprozess“ am Landgericht.

Überhöhte Geschwindigkeit und Leichtsinn waren wohl die Unfallursache auf der Voswinckelstraße. Ein 25 Jahre alter Kradfahrer versuchte am Montagabend gegen 21 Uhr mitten auf der belebten Straße das Vorderrad hoch zu ziehen.
Unmittelbar vor dem Kurvenbereich verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Krad und stürzte. Er trug einen Sturzhelm, jedoch keine Schutzkleidung und verletzte sich deshalb schwer. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Raserprozess
Seit Anfang der Woche guckt ganz Deutschland auf Hagen. Hier hat am Landgericht der „Raserprozess“ begonnen.
Die beiden Angeklagten lieferten sich laut Anklage vor einem Jahr ein illegales Autorennen, bei dem es zu einem „Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr“ kam und mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden Die Anklage lautet auf vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung.
Während einer der Angeklagten von einem Autorennen nichts gewusst haben will, wurden am Donnerstag Zeugen und Betroffene gehört. Sehr emotional schilderten sie die Ereignisse und ihre Folgen.
Schulsanierung
Der Bundestag hat diese Woche im Rahmen einer Grundgesetzänderung ein Investitionsprogramm für Schulen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro beschlossen. „Hagen erhält davon grob geschätzt 16 Millionen Euro, der südliche Ennepe-Ruhr-Kreis profitiert mit schätzungsweise fünf Millionen Euro“, freut sich der heimische SPD-Abgeordnete René Röspel.
Möglich werde die Unterstützung des Bundes durch die von der SPD lange geforderte Lockerung des Kooperationsverbots im Grundgesetz, erläutert Röspel. Danach darf der Bund den Ländern künftig Finanzhilfen für „gesamtstaatlich bedeutsame Investitionen“ im Bereich der kommunalen Bildungsinfrastruktur gewähren.
„Das Investitionsprogramm wird dringend erforderliche Zukunftsinvestitionen in unseren Schulen voranbringen“, freute sich Röspel. Förderfähig sind Investitionen für die Sanierung, den Umbau, die Erweiterung und in Ausnahmefällen auch den Ersatzneubau von Schulgebäuden. Dies gilt explizit auch für Maßnahmen zur Digitalisierung an Schulen.
Kontrollen
274 gemeldete Personen aus acht Häusern in verschiedenen Hagener Ortsteilen haben Mitarbeiter der Ausländerbehörde, des städtischen Ordnungsamtes, der Polizei, der Wohnungsaufsicht und des Jobcenters am Mittwoch im Rahmen regelmäßiger Kontrollen melde- und ausländerrechtlich überprüft.
18 Hausbewohner waren einwohnermelderechtlich nicht erfasst. Darüber hinaus lag bei 23 dort nicht mehr wohnhaften Personen keine ordnungsgemäße Abmeldung vor. Des Weiteren konnte in zwei Fällen „Stromdiebstahl“ festgestellt werden.