Rat am Ring

Hagen. (anna) Wer mit seinem Leben völlig überfordert ist, von Alltagsproblemen komplett ausgebremst wird und gar nicht nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, kann sich getrost an die städtische Beratungsstelle am Märkischen Ring wenden. Hier wartet immer ein offenes Ohr auf die Verzweifelten. Das Team der Beratungsstelle besteht neben den Sekretärinnen aus Psychologen, Sozialpädagogen und Sozialarbeitern, die eine gezielte und professionelle Hilfe anbieten können.

Doris Kirchhoff (l.)und Evelyn Horstkotte (r.) nehmen sich tagtäglich besorgten kleinen und großen Bürgern am Telefon an und vermitteln ihnen professionelle Beratung. (Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen)
Doris Kirchhoff (l.)und Evelyn Horstkotte (r.) nehmen sich tagtäglich besorgten kleinen und großen Bürgern am Telefon an und vermitteln ihnen professionelle Beratung.
(Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen)

Arbeitsalltag

Abwechslungsreich, emotional, herausfordernd – so lässt sich der Berufsalltag im Sekretariat der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Stadt Hagen beschreiben. Die Mitarbeiterinnen Doris Kirchhoff und Evelyn Horstkotte nehmen sich tagtäglich besorgten kleinen und großen Bürgern am Telefon an und vermitteln ihnen professionelle Beratung.

„Ich weiß nicht, ob ich bei Ihnen richtig bin…“, „Mein Sohn hat keine Lust mehr auf Schule und ich komme nicht mehr an ihn ran, er macht was er will“ „Ich halte es zu Hause nicht mehr aus, meine Eltern verstehen gar nichts…!“ – Mit solchen oder ähnlichen Worten beginnen die Telefonate in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche häufig. Im Zuge ihrer langjährigen Tätigkeit haben Doris Kirchhoff und Evelyn Horstkotte sehr viele besorgte, aufgeregte, deprimierte und erwartungsvolle Anrufe erlebt.

Angespannte Situation

„Die Menschen befinden sich oft in einer emotional angespannten Situation. Sie haben eventuell lange gezögert, in einer Beratungsstelle anzurufen, weil es ihnen unangenehm ist, sich mit persönlichen Fragen an Fremde zu wenden.“ Manchmal sind die Anrufer sehr nervös und möchten die Anmeldung schnell hinter sich bringen oder es kommen ihnen während des Erzählens über ihre Situation die Tränen.

„Für uns ist es daher ganz wichtig, uns für das Anmeldegespräch Zeit zu nehmen“, sagt Doris Kirchhoff. „In diesem ersten Kontakt klären wir, ob die Anruferinnen und Anrufer mit ihrem Anliegen bei unserer Beratungsstelle richtig sind, erklären die grundlegenden Rahmenbedingungen von Freiwilligkeit und der Schweigepflicht gegenüber Dritten.“

Probleme

Erziehungsfragen, Entwicklungsauffälligkeiten, Scheidung der Eltern, Probleme Alleinerziehender, psychosomatische Symptome wie zum Beispiel Kopf- oder Bauchschmerzen, Probleme werdender und jüngerer Eltern, Auffälligkeiten im Kindergarten und der Schule wie Unruhe oder Versagensängste, Überforderung, Lustlosigkeit, Aggressivität oder Gewalterfahrung gehören zu der Themenpalette der Anrufer, die sich bislang in der Beratungsstelle gemeldet haben.

Anmeldegespräch

„Im Anmeldegespräch notieren wir wesentliche Informationen und erklären den weiteren Ablauf bis zum ersten Kontakt mit den Beratern. Die Beratungswünsche werden im Team vorgestellt und es wird dort entschieden, welcher Fachberater zuständig wird und die Beratung übernimmt“, berichtet Evelyn Horstkotte.

Lösungswege

Dieses Vorgehen macht deutlich, dass es bei dem ersten Kontakt nicht darum geht, einfach einen „Tipp“ zu geben, sondern erst ein individuelles Gespräch mit den Fachberatern eröffnet eigene Lösungswege.

Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche der Stadt Hagen befindet sich im Beratungszentrum Rat am Ring, Märkischer Ring 101, (im hinteren CVJM-Gebäude) Telefon 02331 / 207-3991.