Ricarda-Trio bei „Jugend forscht“

Die drei Siegerinnen des Regionalentscheids und Dritt-Platzierte auf Landesebene des Wettbewerbs „Jugend forscht“ können wahrlich stolz auf sich sein: Katharina Annertzok (16), Tanja Kioschis (17) und Melina Vogrig (16). (Foto: Jugend forscht)

Hagen. (nh) „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unser Kleber nicht!“ – so lautet das Motto der drei jungen Forscherinnen Katharina Annertzok (16), Tanja Kioschis (17) und Melina Vogrig (16) beim diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb. Die drei Schülerinnen der Hagener Ricarda-Huch-Schule haben sich unter der Betreuung von Dr. med. Horst Behr beim Dortmunder Regionalentscheid des Wettbewerbs im Februar mit einem verdienten ersten Platz in der Sparte „Chemie“ für die Landesausscheidung in Leverkusen qualifiziert, die in dieser Woche ausgetragen wurde.

Klebstoffe

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ steht aktuell unter dem Motto „Deine Idee lässt dich nicht mehr los?“ und dazu passt das Projekt der drei Forscherinnen wie die Faust aufs Auge: Das Ricarda-Trio hat Klebstoff in verschiedenen Experimenten selbst hergestellt und diesen dann mit herkömmlichen bzw. gekauften Klebern verglichen. Dafür haben sie sich des sogenannten „Zugscherversuchs“ bedient, dem wohl wichtigsten Versuch für die Brauchbarkeit und Güte von Klebeverbindungen. Hierzu werden zwei längliche Stücke an der schmalen Seite zusammenklebt und dann unter steigendem Druck auseinandergezogen. Wenn der Kleber die beiden Stücke eine bestimmte Zeit zusammenhält, entspricht er der Norm.

Alles selbst gemacht

Alle Herstellungs- und Belastbarkeitstests haben die drei Schülerinnen selbst durchgeführt, auch die Konstruktionen zur Befestigung der Proben mussten sie immer wieder neu arrangieren. Dabei griffen sie allein auf das alte Handbuch „Vorschriftenbuch für Drogisten“ zurück, das 1910 in erster Auflage erschienen ist, um die seinerzeit auf Knochenleim basierenden Klebstoffe herzustellen. Fazit der Experimente: Auch wenn die Klebstoffe etwas umständlicher herzustellen sind, stehen die selbsthergestellten natürlichen Klebstoffe den kaufbaren in nichts nach.

Dritter Platz

Mit ihrem Superkleber haben die drei Jugendlichen im Bereich „Chemie“ des Landeswettbewerbs den dritten Platz belegen können. Leider qualifizieren sich nur die Erst-Platzierten für das Finale, weswegen die Hagenerinnen ihre Ergebnisse nun nicht im bundesweiten Vergleich vorstellen dürfen. Doch der dritte Platz ist ein tolles Ergebnis bei einem Wettbewerb mit insgesamt 49 Forschungsarbeiten auf Landesebene.

Liebe Katharina, Tanja und Melina:
Der wochenkurier gratuliert euch ganz herzlich zu diesem Erfolg!