Ricardo Fernando: Die Höhepunkte aus zehn Jahren

Hagen. (AdG) Mit dem Tanzstück „Tango“ begann im Januar 2004 die Ära von Ricardo Fernando am Hagener Ballett. Sie spannte sich von der „Carmina burana“ über „Bolero“ bis zu „Bach tanzt“ und wird nun – nach zehn erfolgreichen Jahren – mit einem Abend mit neu einstudierten Choreographien gefeiert: „10 Jahre Ricardo Fernando“ erlebt seine Premiere am kommenden Samstag, 19. Oktober 2013, um 19 Uhr im Großen Haus des Hagener Theaters an der Elberfelder Straße.

Der gebürtige Brasilianer Ricardo Fernando kam 1988 nach Europa und war Ballettdirektor in Bremerhaven, Chemnitz, Pforzheim und Regensburg, bevor er in gleicher Position ans Hagener Theater wechselte.

Viel erreicht mit kleiner Compagnie

Fernando hat in den vergangenen zehn Jahren mit seiner Compagnie von 14 Tänzern und Tänzerinnen – ab und an unterstützt von Gästen – ein Programm erarbeitet, dessen Bandbreite jedem großen Ballett zur Ehre gereicht. Die berühmten klassischen Stücke – „Cinderella“, „Nussknacker“, „Dornröschen“ oder „Giselle“ – waren in Hagen ebenso zu sehen wie die modernen Klassiker „Sacre du printemps“, „Der Feuervogel“ oder „Der wunderbare Mandarin“.

Große Resonanz weit über die Stadtgrenzen hinaus gab es für die meist dreiteiligen Abende mit zeitgenössischem Tanz, für die Fernando faszinierende Choreographien erdachte, so z.B. im „Three Faces“ betitelten Abend die Uraufführung „Prelude to War“ mit der Musik des Amerikaners Bear McCreary sowie dreier Taiko-Trommler, die Uraufführung „Underground“ zur Musik von Tom Waits oder Henryk Mikolaj Góreckis „Preludium zu einem Requiem“. Ein Publikumsmagnet über zwei Spielzeiten war Ravels „Bolero“ im Ballettabend „All you need is dance“, ebenso wie „Bach tanzt“, der mit einem Publikumspreis gewürdigt wurde.

„Dance Celebration – 10 Jahre Ricardo Fernando!“ präsentiert die Höhepunkte aus den zehn Jahren Ballett in Hagen unter der Leitung von Ricardo Fernando, der in all den Jahren von Carla Silva, die selbst bis 2011 als gefeierte Tänzerin auf der Bühne stand, als Stellvertreterin, Trainingsleiterin und choreographische Assistentin unterstützt wurde.