Rollerfahrer hatte Glück im Unglück

Diesen Helm wird Bernd Doliwa nicht mehr benötigen. Nie wieder will er seinen Motorroller besteigen, denn seinen Unfall wird er nicht vergessen. (Foto: Anna Linne)
Diesen Helm wird Bernd Doliwa nicht mehr benötigen. Nie wieder will er seinen Motorroller besteigen, denn seinen Unfall wird er nicht vergessen. (Foto: Anna Linne)

Hagen. (anna) In unserer Serie „Leser sagen Danke“ möchte sich heute Bernd Doliwa aus Vorhalle ganz herzlich bedanken:

Der 62-jährige Bernd Doliwa aus der Nöhstraße befuhr am Donnerstag, 27. Juni 2013, gegen 17 Uhr mit seinem Motorroller den Boeler Ring. Kurz vor dem Kreisel wendete plötzlich ein junger Mann seinen Pkw, ohne auf Bernd Doliwa zu achten. „Ich vernahm einen festen, dumpfen Schlag, dann muss ich wohl ohnmächtig geworden sein“, erinnert sich der Rentner nur sehr vage.

Als er wieder zu sich kommt, liegt er auf der Straße von vielen Personen umringt. Eine davon ist Krankenschwester. Sie beruhigt den Verletzen und setzt ihm die Brille ab. Dann geht alles ganz schnell. Die Rettungskräfte, der Notarzt und die Polizei treffen ein. Noch auf der Straße findet die erste Untersuchung statt. „Die Rettungskräfte und der Notarzt haben sich viel Zeit genommen, um mich gründlichst zu checken“, erinnert sich der Vorhaller, „dabei waren sie sehr fürsorglich und freundlich. Ich habe mich keinen Moment gefürchtet. Ich bin vorbildlich behandelt worden, dafür möchte ich mich bedanken.“

Vorbildlich

„Auch die Polizei hat sich vorbildlich verhalten. Sie hat sogar die Passanten, die die Unfallstelle abgesichert und den Verkehr umgeleitet haben, ausdrücklich für deren Verhalten gelobt. Das fand ich klasse“, sagt der Rentner. Im Rettungswagen gehen die Untersuchungen weiter, lange und gründlich. „Man spricht mir zu und macht mir Mut, dass alles wieder gut wird, schlussendlich können sie keinen Bruch feststellen.“

Im Josefshospital angekommen, erfährt Bernd Doliwa die gleiche Fürsorglichkeit und fachliche Kompetenz wie bei den Rettungskräften. Er habe nicht eine Minute warten müssen, berichtet er. Alle Untersuchungen seien zügig vonstatten gegangen. „Ich erlitt Gott sei Dank nur schwere Prellungen an den Beinen und der Hand.“

Vorsorglich

Wegen eines Bauchtraumas muss er vorsorglich für drei Tage im Krankenhaus verbleiben. Am zweiten Tag bekommt er Besuch von dem Unfallverursacher, der sich beschämt bei dem Verletzen entschuldigt. „Diese Geste hat mich tief berührt, sie ist ja heute leider nicht mehr selbstverständlich.“

Momentan immer noch in ärztlicher Behandlung, hat Bernd Doliwa eins für sich beschlossen und seiner Frau versprochen: „Nie wieder fahre ich mit dem Motorroller. Ich hatte so viel Glück im Unglück, ich will das Schicksal nicht noch einmal herausfordern.“

Danke sagen

Kennen auch Sie jemanden, bei dem Sie sich gerne bedanken würden? Haben auch Sie jemanden, der sehr nett zu Ihnen war oder Ihnen geholfen hat? Vielleicht erinnern Sie sich an einen netten Busfahrer oder Müllwerker, eine nette Verkäuferin oder einen freundlichen Handwerker. Vielleicht hat Ihr Hund oder Ihre Katze etwas Besonderes für Sie getan. Auch wenn die Person, bei der Sie sich bedanken wollen, aus der Familie oder dem Freundeskreis stammt, melden Sie sich: Telefon 02331/ 92255-27 oder E-Mail: redaktion@wochenkurier.de.